Wenn Software die Twitter-Timeline kapert

Sorry für die Belästigung!

Weil ich nicht aufgepasst hatte, hat ein „Dienst“ gleich mehrere Tweets und leider auch Direktnachrichten in meinem Namen verschickt, die ich nicht autorisiert hatte.

Solche Dienste versprechen „tausende neue Follower in kürzester Zeit“; ich nenne das „Reichweitengenerierung ohne Sinn und Verstand“.

Tweets wie „das war meine Woche auf Twitter“ – „xyy neue Follower“ – „tollste Reichweite“ u.ä.m. lösen bei mir immer nur ein Kopfschütteln aus; und solch ein Tweet ist auch für mich immer wieder Anlass, neu zu prüfen, ob ich der Person weiter folgen will.

Und wenn ich einer Person folge, brauche ich auch nicht gleich eine Direktnachricht mit Hinweis auf das LinkedIn-Profil … und das bevor überhaupt eine Kommunikation zustande gekommen ist.

Und so etwas ist mir jetzt passiert. Deshalb der Hinweis an mich:

Immer wieder prüfen, welche Apps mit den eigenen Twitter-, Facebook- und Google-Konten verknüpft sind und diese im Zweifel entfernen!

Growth Hacking – Ja, aber …

… ich will das Kind auch nicht mit dem Bade ausschütten, denn ich habe nichts gegen Growth Hacking an sich – ganz im Gegenteil, aber das ist eine andere Spielwiese, und auf dem Gebiet bin ich kein Experte.

Dennoch will auch ich wissen, was auf Twitter geschieht, wer sich für welche Themen interessiert, wer mir folgt,  … und so weiter und so fort.

whounfollowedmeEine erste Orientierung erlaubt WhoUnfollowedMe bereits in der kostenlosen Variante. Screenshot: 14.03.2016.

Konsequenzen

Dieser Vorfall ist für mich wieder Anlass, mich mit der Frage „Wie?“ zu beschäftigen …

Wie kann ich Sozial Media im Allgemeinen und Twitter im Speziellen für mich nutzen?

Mit Interesse habe ich vor einigen Tagen den Artikel Social-Media-Entwicklungsland Deutschland: Niedrigste Nutzungsrate, höchste Alterskluft von Michael Kroker gelesen, besonders die Kommentare sind sehr aufschlussreich; es zeigt sich:

An Social Media scheiden sich die Geister …

… und ja, je länger ich mich mit Twitter beschäftige, um so besser gefällt es mir.

Vorteil und Nachteil zugleich ist, dass es 1001 Nutzungsmöglichkeiten gibt. Enrique Dans:

„It’s not easy to explain the use of a tool that has changed its direction and has seen its context modified drastically over almost a decade, and that now has several different types of user. The Twitter of 2007 and 2008 has little to do with the Twitter of late 2015, and an adolescent is going to have a very different idea of how to use it compared to an adult, a professional, a business or a celebrity. How should we be using those 140 characters and the other tools this network offers?“

Ja, ich mag Twitter  … so lange es nicht zu einem „billigen Werkzeug“ zur Leadgenerierung verkommt.

Social Media im Allgemeinen und Twitter im Speziellen sind Werkzeuge, die es mir auf einfache Art und Weise erlauben, die Entwicklungen meiner Branche im Blick zu behalten und gleichzeitig mit Wettbewerbern, Partnern und Kunden ins Gespräch zu kommen.

Öffentlichkeitsarbeit oder Marketing

Die Grenzen verschwimmen … oft wird das eine mit dem anderen verwechselt.

Mit Social Media ist beides möglich; die richtige Mischung zu finden, ist nicht einfach.

Natürlich geht es um Aufmerksamkeit, und wer nicht klappert, geht in der Informationsflut unter. Zu meinen, gute Beiträge verbreiten sich von ganz alleine, ist genau so naiv, wie das Warten auf einen Sechser im Lotto.

Es ist eine notwendige aber keine hinreichende Bedingung für seine virale Verbreitung, dass der Beitrag aus Sicht der Leser gut ist.

Wie gesagt, ich bin kein Fachmann für Marketing, und da auch hier – wie so oft – Halbwissen schlimmer ist, als kein Wissen, verweise ich bei  diesbzgl. Fragen auf die ausgewiesenen Experten. Darüber hinaus empfehle ich, auf das eigene Bauchgefühl zu hören und den gesunden Meschenverstand einzusetzen …

Rainer Helmes

Das Internet ist alles, nur kein Neuland

Neue Wege gehen, gar nicht so einfach, vor allem dann nicht, wenn man auf eine funktionierende Technik angewiesen ist.

Frank Hamm und ich wollten ganz allgemein über das Internet sprechen, wie es war, wie es ist und wie es wird … einen Blick in die Glaskugel wagen. Aber wir hatten Probleme mit der Technik.

Das Internet, was ist das eigentlich? Wir sagen so einfach dahin: „ich gehe mal ins Internet“ oder „ich habe dieses oder jenes im Internet gelesen, gefunden, gekauft …“.

Das Internet: für die einen ein befremdlicher, unwirtlicher Ort und für die anderen das schönste Land der Erde.

Was mich allerdings irritiert, dass wir das Internet, das bereits mehr als 25 Jahre existiert und mit Sicherheit keine vorübergehende Erscheinung ist, immer noch ernsthaft als Neuland bezeichen.

Also ein neuer Anlauf:

Wie im Video angekündigt, verlinke ich hier weiterführende Artikel

Gemeinsam neue Wege gehen

Let’s talk about … Reichweite

und Twitterlisten

digitaltransformers von Frank Hamm

Neuland-Gestalter von Rainer Helmes

Blick über den Tellerrand von Rainer Helmes

sowie Facebooklisten

Enterprise20 von Frank Hamm

Neulandgestalter von Rainer Helmes

Sollte jemand fehlen, der unbedingt auf eine der Listen gehört, bitte melden; ich bin für jeden Hinweis dankbar.

Rainer Helmes

 

 

Alte Debatten – Neue Kultur?

Debatten sind nicht neu, aber verändern neue Plattformen unsere Debattenkultur?

Auch mit Hilfe dieses Artikels reflektiere ich wieder meine eigene „Social-Media-Nutzung“, und wie versprochen, teile ich meine Erfahrungen und Überlegungen; und ich freue mich über Kommentare und Anregungen „auf allen Kanälen“.

Nach Twitter und Facebook habe ich mir die Autorenplattform Pulse näher angesehen.

Kurzfassung

Wenn wir auf Autorenplattformen publizieren, wollen wir ‚Aufmerksamkeit‘ und ‚Reichweite‘ erzielen. Autoren verbreiten ihre Artikel auf diversen Social-Media-Kanälen – d.h. genau genommen sorgen die sog. Influencer für die Verbreitung. Die Beiträge werden dann z.B. auf Twitter oder Facebook diskutiert.

Welche Bedeutung hat dabei die ‚Reichweite‘? Wie kann ich diese definieren und messen?

Wir freuen uns über 1000 Textaufrufe; und mit 3000 Abrufen sind wir bereits der King?

Erreicht nicht jeder Bericht über ein Treffen des örtlichen Kaninchenzüchtervereins im Lokalblatt deutlich mehr Leser?

Die für mich wichtigste Frage ist, geht es wirklich nur um Masse – d.h. um die Anzahl der Leser? … um möglichst viele „Follower“?

Langversion

In den Anfängen – als „Social Media“ noch „Web 2.0“ hieß – gab es nur Blogs. Der Kreis war überschaubar, man lernte sich schnell kennen.

Und heute? Auch gutgemachte Blogs verschwinden in den schwarzen Löchern des Internet … und dann gibt es da noch „Social Media“ … und das ist  nochmal genau was?

Dazu heißt es auf Wikipedia.de:

Social Media (auch soziale Medien) bezeichnen digitale Medien und Technologien ([…]), die es Nutzern ermöglichen, sich untereinander auszutauschen und mediale Inhalte einzeln oder in Gemeinschaft zu erstellen. Der Begriff „Social Media“ wird aber auch für die Beschreibung einer neuen Erwartungshaltung an die Kommunikation genutzt […].*

Aber wo finde ich nun interessante Informationen zu meinen Interessen- und Fachgebieten? Und wie erfahre ich, welche Trendthemen gerade aufkommen?

Kann mir „Social Media“ dabei helfen?

Meine Antwort: Ein klares ‚Ja‘.

Dazu muss man sich allerdings mit den Tools beschäftigen, und man sollte auch wissen, was ein Hashtag ist, und wie man über eine entsprechende Suche seine Themen findet.

Auch – und gerade – aus Autorensicht ist eine begleitende Kommunikation via Social Media m.E. unerlässlich. Gute Beiträge alleine in das eigene Blog zu stellen und darauf zu warten, dass die Leser diesen ‚wertvollen Content‘ schon finden, reicht bei weitem nicht mehr aus.

Nach der langen Vorrede komme ich nun zu Pulse … und mein erster Eindruck aus Sicht des Lesers: ja, der Ansatz gefällt mir! Es gibt auch ein „Aber“: die Plattform ist austauschbar, ich kann auch ‚Medium‘ nehmen, vielleicht auch Facebook Notes, … ich werde überall nach Infos fanden … was ziehe ich vor? was ist besser? …  kann ich (noch) gar nicht sagen; ich denke, wir müssen wirklich Social Media als ‚Einheit‘ sehen.

So zum Beispiel: via Twitter bin ich auf einen kleinen Disput gestoßen, ausgelöst von dem lesenswerten Artikel:

New Work auf Irrwegen- eine Polemik gegen realitätsferne Visionen, Ursula Vranken

Die begleitende Debatte war auf Twitter und Facebook sehr schön zu verfolgen; und sehr interessant … es lohnt sich fast, aus den Tweets und Facebook-Kommentaren eine neue Story zu machen … (hier bietet sich Storify an, wenn die Twitterer einverstanden sind …)

Zum Thema folgten dann:

Was ist denn nun dran an „new work“, Guido Bosbach

und eine Replik:

Ganzheitliches Change-Gemurmel bringt keinen Wandel in Organisationen, Gunnar Sohn

Alle Artikel habe ich gerne gelesen, aber noch spannender waren die Kommentare und Anmerkungen auf Twitter und Facebook.

Entwickelt sich durch Social Media eine neue – eine andere – Debattenkultur?

Rainer Helmes

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*) URL: Wikipedia.de Seite „Social Media“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 4. November 2015, 12:33 UTC. (Abgerufen: 13. Dezember 2015, 17:58 UTC)

Wie ich Facebook lieben lernte

Was interessiert mich mein dummes Geschwätz von gestern. Ja, wirklich, ich wandle mich vom Saulus zum Paulus und werde zum begeisterten Facebook-Nutzer.

Wie denn das?

Facebook war für mich immer ein ‚Freundesnetzwerk‘, um mit verstreut lebenden Familienmitgliedern, Schulkameraden und Kommilitonen in Kontakt zu bleiben; berufliche Themen sollten m.E. außen vor bleiben.

Ich habe meine Meinung geändert, denn Facebook hat sich zu einem wichtigen – wenn nicht dem wichtigsten – beruflichen Netzwerk entwickelt, was nicht notwendigerweise bedeuten muss, dass jemand mit mehr als 1000 Kontakten auch 1000 wirkliche Freunde hat.

An Twitter hat mir die Offenheit gefallen; man kann interessanten Leuten folgen, ohne dass diese ‚zurückfolgen‘ müssen. Noch besser sind m.E. Twitterlisten; diese kann man selbst erstellen oder auch von anderen abonnieren.

Diese Twitterlisten möchte ich nicht mehr missen; und genau das geht auch mit Facebook. Man kann Profile* und Seiten in Listen zusammenfassen, ohne diese „befreunden“ oder „liken“ zu müssen.

Ich denke, mit Facebook werde ich auch noch klarkommen. Meine Liste ist ‚work in progress’…

Rainer Helmes

*) Anmerkung 10.12.2015: Ist man mit der Person nicht befreundet, dann lassen sich die öffentlich geteilten Beiträge nur dann in einer Liste anzeigen, wenn das Profil auch abonnierbar ist.

Mit (Twitter-)listen und der #-Ablage die Infoflut beherrschbar machen

Wie kann ich die Infoflut in den Griff bekommen? Wo finde ich die für mich relevanten Informationen?

Natürlich online. Am liebsten überall. Zu jeder Zeit.

Kurzfassung:

Zur Zeit basiert meine #-Ablage auf Twitter und den Twitterlisten. Der Aufbau ist „work in progress“ mit viel Versuch und Irrtum. Ich sehe in Twitter auch für die Zukunft noch viel Potenzial, wenn auch hier und da bereits die Twitterdämmerung herbeigeschrieben wird.

Facebooklisten nehme ich mir für später vor; hierzu hat Frank Hamm einen sehr guten Artikel geschrieben. Macht es Sinn, beides parallel zu nutzen?

Noch eine Anmerkung: da ich schon mangels Zeit nicht in der Lage bin, alles zu lesen bzw. zu sehen, was ich gerne möchte, ist es nur logisch, dass alle Anbieter und Portale aus meinen Übersichten fliegen, die mir die Informationsaufnahme künstlich erschweren.

Langversion:

Die ultimative Antwort auf die Eingangsfragen habe ich noch nicht gefunden; beim Schreiben des folgenden Textes versuche ich, eine brauchbare Methode zu entwickeln, um der Infoflut Herr zu werden; und nebenbei sage ich auch, warum eigentlich „#-Ablage“?

Die Zeiten sind lange vorbei, als mein Tag mit dem Lesen einer Tageszeitung begann und die ’19-Uhr-Heute‘ sowie die ’20-Uhr-Tagesschau‘ gesetzte Blöcke im Tagesablauf waren.

Dank Internet können wir heute direkt die Quellen anzapfen, wir müssen uns nicht mehr alleine auf die sogenannten Gatekeeper der ‚Alten Medien‘ verlassen. Ein wichtiger Fortschritt in meinen Augen.

Aber mit Verlaub: Sprüche wie

„Content ist King!“ und „Guter Content findet Dich!“

halte ich für den größten Quatsch.

Jeder einzelne von uns kann zum Sender werden, wenn er es will; aber nicht jeder wird gleich ein Influencer.

Einfacher war es so um das Jahr 2005 herum, als die Blogosphäre – unser damaliges Kleinbloggersdorf – noch sehr überschaubar war. Die wenigen Blogger haben sich gegenseitig verlinkt und lesenswerte Blogs über die sogenannte Blogroll weiterempfohlen. Kommentiert wurde direkt unter den Artikeln.

Manchmal habe ich den Eindruck, dass diese ‚guten alten Zeiten‘ noch viel weiter zurückliegen. Aber die Geschichte kann Robert Basic – Blogger der ersten Stunde – besser erzählen.

Kleinbloggersdorf – im oben skizzierten Sinne – gibt es heute nicht mehr; die Blogger werden entweder professioneller oder verschwinden vom Radar.

Für mich bedeutet das auch: viele Perlen finde ich nicht mehr, und das ist schade; aber die Zeit, die ich für die Suche nach relevanten Informationen einsetzen kann, ist begrenzt und die Medienlandschaft ist heute extrem zersplittert – Blogs, Magazine, Internetportale von internationalen Verlagen und TV-Sendern, Jedermann-TV und Youtube-Kanäle, Plattformen, die selbst wieder zu Verlagen werden wie Medium, LinkedIn oder auch Xing usw. usf..

Auch wenn mich der sprichwörtliche Sack Reis nicht interessiert, der irgendwo in China umfällt, kann ich unzählige Quellen finden, die genau darüber berichten.

Dieses Überangebot an Information hat Konsequenzen:

Ich benötige Filter (= Software-Tools), die mir eine Vorsortierung und Ablage für das spätere Lesen ermöglichen, und – ganz wichtig – ich brauche den Mut zur Lücke! Alles lesen, das geht nicht!

Die Ingredienzen für einen ersten groben Überblick sind der RSS-Reader – auch Feedreader genannt, das Folgen von interessanten Leuten auf diversen Kanälen wie Medium, LinkedIn, Pinterest, Instagram, Storify u.v.a.m. sowie der WordPress-Reader auf wordpress.com.

Z.Z. heißt mein wichtigstes Filterwerkzeug Twitter mit den Twitterlisten sowie der Suche nach diversen Hashtags; daher auch mein Begriff „#-Ablage“. Die Twitterlisten sind „work in progress“ – und daher nie vollständig.

Überraschung: Facebook nutze ich nicht sehr aktiv, die App habe ich vorerst gelöscht.

Ob Facebook mit den Facebooklisten mittelfristig Twitter und meine Twitterlisten ersetzen kann, kann ich noch nicht abschließend beurteilen. Die Chancen sehe ich heute bei 50:50. Ich denke nicht, dass ich Facebook und Twitter parallel verwenden werde.

Noch ganz am Anfang steht der Aufbau meiner „#-Ablage“, damit meine ich die Speicherung und Organisation der Artikel. Ich nutze z.Z. geräteübergreifend Pocket (ehem. Read it Later) und Evernote in der kostenlosen Basisvariante; aber auch Google Drive mit Docs sowie weitere Cloud-Dienste bieten sich an.

Für mich gibt es noch viel zu testen und zu lernen. Es würde mich freuen, wenn ich mit diesem Artikel Denkanstöße für weitere Diskussionen auf beliebigen Kanälen liefern konnte …

Rainer Helmes

Das Blog? Brauche ich dieses Blog noch? Wozu? Was sonst?

Im Folgenden mache ich mir nicht nur Gedanken zum Blog, sondern reflektiere auch meinen ‚digitalen Werdegang‘ und meine Vorstellungen von einer ‚digitalen Transformation‘ der MiFoMM OHG.

In dieses Blog schreibe ich hin und wieder, wenn ich meine Gedanken sortieren will; und ich freue mich über Kommentare und Anregeungen, die mir eine andere Perspektive ermöglichen, ich freue mich über konstruktive Kritik, die mich weiterbringt.

Es war niemals mein Ziel, etwas über dieses Blog zu verkaufen, so spielte es für mich auch keine Rolle, wer meine Artikel liest; eigentlich interessierte mich auch nur, ob sie überhaupt gelesen wurden.

Oftmals war ich überrascht, wenn mich Bekannte oder Kollegen auf den einen oder anderen Artikel angesprochen haben.

Doch die meisten Dialoge im Bekannten- und Kollegenkreis verliefen eher so oder so ähnlich:

Ich: … dazu hatte ich in meinem letzten Artikel geschrieben …

Kollege: Ach, ja!? Deine Seite habe ich schon länger nicht mehr besucht.

oder:

Ich:  … übrigens hatte ich Dir vor x Wochen einen Hinweis hierzu über Deine Facebook-Seite geschickt …

Freund: Sooooo…???! Facebook habe ich schon über ein halbes Jahr nicht mehr aufgemacht …

Ja, auch das ist immer noch eine Realität, auch noch im 27. Jahr nach der Geburt des ‚WWW‘.

Am 12. März 1989 stellte Tim Berners-Lee erstmals sein Konzept vom World Wide Web vor. Was aus seiner Idee wurde …

Das Internet kenne ich noch aus Zeiten, als es das ‚WWW‘ noch nicht gab. Die Älteren unter uns werden sich vielleicht noch an Compuserve, das Usenet oder auch an das FidoNet erinnern.

Meine erste ‚Homepage‘ unter ‚helmes.de‘ ging 1998/99 online. Ich erinnere mich noch, dass die DENIC kurz zuvor die 500.000 .de-Domain registriert hatte.

Im Gegensatz zum Internet selbst, hatte ich zu ‚Social Media‘ immer ein ambivalentes Verhältnis; und mit Facebook bin ich bis heute nicht wirklich glücklich geworden.

Selbstkritisch muss ich im Nachhinein auch sagen, mit ‚Domus Apart‘ waren wir zu halbherzig in Sachen „Social Media“ unterwegs.

Alle diese Erfahrungen bringe ich jetzt in die ’neue‘ Firma ein:

Auch die MiFoMM OHG muss durch die ‚Digitale Transformation‘.

Und diesen laufenden Prozess will ich so transparent wie möglich kommunizieren.

Hierzu beschäftige ich mich auch gerade mit der Frage ‚Wo und wie publizieren?‘ Dazu passt es, dass Christian Henner-Fehr gestern den Artikel veröffentlicht hat:

Über Contentmarketing, Blogs und sinkende Zugriffszahlen

Christian habe ich um 2006 virtuell kennen und schätzen gelernt, ich lese seine  Artikel immer sehr gerne.

Zukünftig werde ich es – in etwa – so halten:

Das Einfach-Machen-Blog ist mein virtuelles Zuhause.

Hier im Einfach-Machen-Blog und auch mit Hilfe von Einfach-Machen-Hangouts sortiere ich weiter offen und öffentlich meine Gedanken; vielleicht kann der eine oder andere davon profitieren. Ich probiere dabei Neues aus; und natürlich freue ich mich auch über Kommentare und eine rege Beteiligung.

Auf der anderen Seite benötige ich als Berater für ‚Digitale Umsetzungsstrategien‘ auch professionelle Werkzeuge; und ja, die gibt es auch, teilweise kostenlos und teilweise als kostenpflichtige Premium-Dienste. Hier werde ich neu sortieren, insbesondere werde ich viel testen … u.a. auch, ‚wie?‘ und ‚wo?‘ ich ‚was?‘ publizieren kann – sowohl online als auch offline.

Der Google Dienst ‚Hangout on Air‘ eignet sich z.B. auch sehr gut  für professionelle Übertragungen und Aufzeichnungen. Mit diesem Dienst werde ich noch das eine oder andere ausprobieren.

Social Media, d.h. die ‚Facebooks‘ und ‚Twitters‘ nutze ich nicht mehr ‚privat‘, sondern betrachte diese Dienste ausschließlich durch die professionelle Brille.

Plattformen in all ihren Schattierungen – für Kommunikation, Kooperation, Kollaboration, Handel sowie Business im Allgemeinen – nehme ich besonders ins Visier.

Ich freue mich auch sehr, dass Gunnar Sohn mit der NEO15 ein neues Format etabliert, das den Plattform-Gedanken in den Mittelpunkt stellt: Matchen, Moderieren und Managen der Next Economy.

Leider schaffe ich es kommende Woche am 9./10. November nicht nach Bonn; ich bin gespannt auf ‚das Netzwerken danach‘: das Matchen geht weiter!

Rainer Helmes

 

So lief unser erster Hangout on Air

Reflexion – Neue Ideen – Neue Tests

Letzten Donnerstag fiel der Startschuss. Zu

Virtuelle Organisation und Arbeiten im Team

starten der Kommunikationsberater Frank Hamm, Injelea und ich eine Veranstaltungsreihe mit dem Google-Dienst Hangout on Air.

Wir sprechen insbesondere die Unternehmen und die Selbständigen an, die das Potenzial erkannt haben, das in einer virtuellen und vernetzten Organisation steckt, und nun Umsetzungsstrategien entwickeln wollen. Hierzu wollen wir einen Erfahrungsaustausch in­i­ti­ie­ren; denn auch die MiFoMM OHG selbst befindet sich mitten in einem – nicht einfachen – Wandel von einem (Online-)Händler zu einem Dienstleister. Ergebnisoffen.

Wie Phönix aus der Asche … jedes Unternehmen muss sich hin und wieder neu erfinden.

Das Motto unserer Reihe unterstreichen wir mit folgenden Hashtags:

# Einfach Machen
# Offenheit
# Feedback

Eine gute Kooperation und Zusammenarbeit lebt von Vertrauen und Vertrauen entsteht durch ‚Offenheit‘ und ‚Feedback‘.

johari-fenster

Sehr schön im Johari-Fenster dargestellt: Je offener wir kommunizieren und je mehr Feedback wir einholen, desto größer wird die Arena, d.h. der uns gemeinsam bekannte Bereich.

In unseren Live-Veranstaltungen arbeiten wir u.a. auch mit diversen Programmen, die das Arbeiten im Team unterstützen; Zuschauer können sich aktiv beteiligen, direkt Fragen stellen oder auch selbst in den Hangout kommen, einfach machen, denn

was wir selbst machen, lernen wir immer noch am besten.

Unseren ersten Hangout hatten wir bewusst völlig frei gestaltet, d.h. ohne detaillierte Absprache und ohne Drehbuch. Dies führte an zwei Stellen zu einer kurzen Irritation.

Frank fragte mich nach meiner Vorstellung von einer ‚Plattform‘; Überlegungen dazu hatte ich bereits im Vorfeld angestellt:

Web-Plattform – zwischen Ökonomie und Technologie

Jetzt hätte eine knackige Definition kommen müssen. Und genau das wollte ich vermeiden. In meinen Workshops hätte ich zunächst die Teilnehmer nach ihrer Definition gefragt …

… auf „Plattformen“  – im Allgemeinen und im Speziellen – komme ich noch in einem weiteren Artikel – und einem neuen Hangout – zurück. Auch unser Angebot kann eine ‚Plattform‘ werden; was wir genau darunter verstehen wollen, möchte ich gerne mit Interessenten und letztendlich den Nutzern der Plattform diskutieren und entwickeln; bereits 2006 hatte ich mit MiFoMM eine ‚Plattform-Idee‘ verbunden; MiFoMM ist das Akronym für:

Mittelstand – Forum – Menschen – Märkte

Auch Dr. Winfried Felser und Ansgar Baums liefern interessante Steilvorlagen, die ich noch gerne diskutieren möchte:

Alte Veranstaltungskonzepte funktionieren nicht mehr – “Events 4.0” als “Plattformen 4.0” für die neue “Ökonomie 4.0”!

“From Pipelines to Platforms” – Wie verändern digitale Plattformen die Wirtschaft? #NEO15 Session

Die zweite Irritation ergab sich daraus: ich hatte mir vorgestellt, das wir über die Funktion „Bildschirm teilen“ einen „roten Faden“ für die Diskussion sowie die genannten Artikel für alle Zuschauer sichtbar einblenden können … damit habe ich Frank überrascht.

Dieses und vieles mehr testen wir dann in den kommenden Sendungen, auch wieder ‚live und ungeschminkt‘.

Und ja, so lief unser erster Hangout on Air:

… wird fortgesetzt.

Rainer Helmes

 

Ist der Wandel digital?

Ich halte kurz inne.  (Die Aufzeichnung startet ab Minute 34)

Wenn ich stutze, ist das ein sicheres Zeichen, dass etwas für mich  nicht stimmig ist, nicht „wirklich rund“ ist.

So auch gestern in unserem ersten Hangout, Anstoß von „Virtuelle Organisation und Arbeiten im Team“.

Frank Hamm fragt mich:

„Was verstehst Du unter der ‚Digitalisierung‘?“

Hmmmm!?! Sofort schießt mir wieder die eine Frage durch den Kopf:

Sage ich ‚Handel im digitalen Wandel‘ oder besser nur ‚Handel im Wandel‘?

oder auch:

Wie erkläre ich den digitalen Wandel?

Ein kurzer Blick nach oben, vielleicht fällt die Antwort ja vom Himmel.

In diesem Augenblick wird mir bewusst: Das Wort ‚Digital‘ stört mich an dieser Stelle und gerade in diesem Zusammenhang.

Warum?

Ich höre mir diese Stelle der Aufzeichnung wiederholt an.

Mir wird schlagartig klar, fokussieren wir uns zu sehr auf  „Digital“ bzw. „Dgitale Transformation“ verengen wir den Blick, sowohl bzgl. Ursache und Wirkung als auch bzgl. möglicher Lösungsansätze.

Streichen wir das ‚Digital‘, und reden wir über ‚Veränderungen‘.

Richtig aber ist m.E.:

Die fortschreitende Digitalisierung ermöglicht uns, auf „alte“ Herausforderungen anders und besser zu reagieren.

Rainer Helmes

 

Web-Plattform – zwischen Ökonomie und Technologie

Internet-Plattformen – in all ihren Facetten – interessieren mich. Es gibt „Plattformen“ wie Sand am Meer, aber … deshalb an dieser Stelle kurz zur Einordnung: was meine ich, wenn ich von „Internet-“ oder „Web-Plattformen“ – oder kurz von „Plattform“ – spreche?

Was ist eine Plattform?

Ein Bahnsteig z.B. ist auch eine Plattform (vgl: Wiktionary: Plattform – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen ). Es zeigt sich schön: über „Plattformen“ lässt sich stundenlang sprechen und dabei wunderbar aneinander vorbei reden:

Aus (netz-)ökonomischer Sicht sind wir auf dem Weg in die Netzwerk- oder Plattform-Gesellschaft; aus technologischer Sicht geht es bei Plattformen um Schnittstellen und um sog. APIs. Beides soll hier kein Thema sein. Es geht auch nicht um die Frage, ob die sog. Share Economy nun gut oder schlecht ist, ob sie funktionieren kann, oder auch nicht –  Airbnb oder Uber sind Beispiele für Plattformen der Share Economy.

Für mich sind die „neuen“ Internet-Plattformen die

Treiber bzw. Beschleuniger des digitalen Wandels

Und dabei denke ich nicht nur an die großen Internetfirmen, wie Amazon, Facebook, Ebay und Google.

Ich denke an all die Plattformen, die wir im weitesten Sinne als Marktplätze bezeichnen können.

Alle  diese Plattformen –  physisch und virtuell – haben eines gemeinsam, sie ermöglichen uns, Geschäfte zu machen; sie sind „Business Enabler“; sie bringen Marktteilnehmer zusammen.

Und das „Marktplatz-Prinzip“ ist nichts Neues; es ist so alt wie die Menschheit. Es spielt keine Rolle, ob sich unser Marktplatz im antiken Rom, im mittelalterlichen Europa oder im Internet – aka Neuland – befindet.

Was sich aber sehr wohl ändert, sind die Zugangsmöglichkeiten der Marktteilnehmer sowie die Logistik – im weitesten Sinne – für die Finanz- und Warentransaktionen.

Dabei ändert sich auch in entscheidender Weise, wie wir uns informieren, wie wir kommunizieren, wie wir (zusammen) arbeiten, wie wir uns und unsere Dienstleistungen präsentieren, wie wir Handel treiben usw. usf..

Internet-Plattformen eröffnen uns – als Person und auch als Unternehmen – viele neue Chancen, stellen uns auf der anderen Seite aber auch vor neue Herausforderungen.

Um die Chancen zu nutzen und die Herausforderungen zu bewältigen, benötigen wir eine neue digitale Medienkompetenz.

Ja, Plattformen ermöglichen uns, uns (besser) zu informieren, zu kommunizieren, mit anderen zusammen zu arbeiten, Handel zu treiben u.v.a.m.. Auch sog. „Cloud“-Dienste gehören dazu, diese bieten uns z.B. Speicherplatz für unsere Urlaubsfotos.

Mit „Plattformen für den Mittelstand für Information, Kommunikation, Kollaboration und Handel“ werde ich mich noch intensiver – hier und an anderer Stelle – auseinandersetzen.

Rainer Helmes

 

 

 

Ein Blick zurück – ein Blick nach vorn

Ein Jahresrückblick, bereits im Oktober? Aus Gründen: 2015 war für mich ein sehr schweres Jahr … ich musste Abschied nehmen, von einem sehr lieben Menschen, und das schmerzt, auch heute noch.

Es sind Dinge liegengeblieben, die jetzt umso intensiver angegangen werden müssen. Weichen müssen gestellt werden. Der Umbau von Domus Apart von einem (Online-)Händler zu einem Dienstleister für (Online-)Händler ist ins Stocken geraten. Offene Frage: Führen wir die MiFoMM OHG in der jetzigen Form – als Handels- und Dienstleistungsunternehmen – weiter oder biete ich ausschließlich Beratungsleistungen auf freiberuflicher Basis an? … gerne möchte ich beide Optionen  offen halten – zumindest noch für eine gewisse Zeit.

Auch möchte ich – Nomen est omen – „MiFoMM“ noch verwirklichen: Bereits 2006 hatte ich die Idee zu einer „Plattform“ Mittelstand-Forum-Menschen-Märkte – eben MiFoMM.

Das Thema „Mittelstand und Plattformökonomie“ wird mich weiter beschäftigen. In diesem Zusammenhang möchte ich nochmal hinweisen auf einen sehr interessanten Artikel von Dr. Winfried Felser:

Alte Veranstaltungskonzepte funktionieren nicht mehr – “Events 4.0” als “Plattformen 4.0” für die neue “Ökonomie 4.0”!

Mit einem Zitat von Haier-Chef Zhang Ruimin:

„In Zukunft gibt es nur noch Plattform-Inhaber, Unternehmer und Mikrounternehmer.Unsere fünf Forschungszentren weltweit funktionieren heute schon wie Plattformen, auf denen Unternehmer zusammenarbeiten.“

Nachdenkenswert …

Siehe auch: „Die Firma der Zukunft hat keine Angestellten mehr“

Rainer Helmes