Werbung mit dem guten Namen Anderer

Was facebook kann, das können andere schon lange …

Jeder sollte wissen, was das Netz so über einen schreibt. Dieses Beispiel zeigt das wieder sehr deutlich: eine einfache Google-Suche bringt es an den Tag.

googlesuche

So bin ich auf das Anbieterverzeichnis aus dem Hause WEKA FACHMEDIEN gestoßen – Ausschnitt aus meinem Screenshot vom 10. Mai 2008: (Hervorhebungen von mir)

elektronet

Diese Anzeige ist von mir weder autorisiert noch bin ich darüber informiert worden!

Das angegebene „Produktspektrum“ hat so in meinen Portfolio nie existiert und unter der angegebenen Telefonnummer bin ich seit mitte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts auch nicht mehr erreichbar! So um 1990 herum hatte ich die Zeitschrift „Elektronik“ abonniert und ,naja, die Website ist (c) 2008 WEKA FACHMEDIEN GmbH 🙁 – was soll man da sagen?

Rainer Helmes

Werbung auf Internet-Seiten – Popups und Banner …

… müssen sein, so belehrt uns heute am 30. Juli 2007 n-tv.de:

„Auch wenn sich Zuschauer und Leser manchmal gestört fühlen – ohne Werbung geht es nicht.“

Dass Werbung zur Finanzierung eines kostenlosen Angebots sein muss, kann ich nachvollziehen und auch akzeptieren; aber bitte nicht so:

werbung ntv

Die Information verschwindet hinter den „Popups“, überall blinkt es (macht mich nur verrückt und obendrein werde ich noch aufgefordert, weitere Software von dieser Seite zu installieren, um mir noch mehr „geblinke“ ansehen zu müssen. 🙁 – So bitte nicht!

Die modernen Browser bieten heute schon von Haus aus die Möglichkeit, die besonders aufdringlichen Popups zu blockieren. Ich kann jedem nur dringend raten, diese Einstellungen entsprechend vorzunehmen. Doch leider reicht das häufig noch nicht aus!

Mir ist schon einmal der Kragen geplatzt, seitdem nutze ich den Werbeblocker Adblock Plus für Firefox! Ohne Werbeblocker könnte ich mir viele Seiten gar nicht ansehen!

Dem Fass den Boden schlägt dann natürlich folgende Aussage aus:

Den Einsatz von Software zum Ausblenden bzw. Unterdrücken von Werbung können und wollen wir nicht unterstützen. Solche Programme führen daher dazu, dass die Seite nicht oder nur teilweise nutzbar ist.
(…)
Nat ürlich können wir den Einsatz nicht verbieten. Das gilt aber auch für Schwarzfahren oder an der Supermarkt-Kasse vorbeimogeln. (…) Es ist eine Frage des Anstands und des guten Benehmens, auf den Einsatz von Werbeblockern zu verzichten
.“ (n-tv.de)

Ja geht’s noch?

Martin Oetting bringt es auf den Punkt: das ist Business-by-Eingeschnapptsein 🙂

Und Produkte, die mir mit besonders aggressiver und lästiger Werbung angeboten werden, kaufe ich bewusst nicht, wenn es dafür Alternativen anderer Anbieter gibt. 🙂

Rainer Helmes

Nachtrag: drüben beim Werbeblogger entwickelt sich eine interessante Diskussion: n-tv.de vergleicht Werbeverweigerer mit Ladendieben Neue Werbeformen braucht das Land 🙂