Wandel gestalten – Stabilität bewahren

… war das Motto eines Berater-Netzwerkes, für das ich früher tätig war. Und dieser „Wandel“ erfasst auch meine Beratertätigkeit.

Mehr und mehr wird die Beschäftigung mit dem „Internet“ zu meiner Hauptbeschäftigung. Dem will ich auch hier im Blog Rechnung tragen.

Womit „der Wandel“ – sprich die (Weiter-)Entwicklung dieses Weblogs – aber sicher noch nicht beendet ist 🙂 )))

Neben dem Weblog beginne ich auch ein Wiki zu Unternehmenskommunikation, eBusiness und eCommerce …

Ein Wiki zum Mitmachen!?! … schauen wir mal … 🙂 :

Sprechen wir darüber!?! – Herausforderung: InternetWie wird die Internet-Technologie unser Business verändern?

🙂 Rainer Helmes

NRW mit „Web 2.0“-Portal

… im besten Sinne 🙂

Das Portal Kreative Ökonomie richtet sich in erster Linie an Unternehmer die sich mit ihren kreativen Lösungen präsentieren möchten. Darüber hinaus möchten wir einen aktiven Dialog zwischen Unternehmern, Politik und Wissenschaft anregen, um gemeinsam die Idee der Kreativen Ökonomie für Nordrhein-Westfalen zu entwickeln und auszugestalten. Jeder, der sich hier aktiv einbringen möchte, ist herzlich willkommen. (mehr: FAQ-Portal)

nrw kreativeoekonomie

Es werden die vier Zukunftsthemen Alltag, Kommunikation, Energie und Gesundheit besetzt. Mir gefallen die kurzen „Einstimmungs“-Videos 🙂

Die Macher setzen auf Dialog, allerdings ist das Weblog selbst etwas versteckt. Z.Z. gibt es zwei Artikel – z.B. Ende der Steinkohle. Kommentieren kann man nach einer Registrierung. Ferner können registrierte Benutzer ihr eigenes Unternehmen multimedial präsentieren.

Mein erster Eindruck ist sehr gut … bin gespannt, ob und wie das Portal angenommen und genutzt wird.

Wechsel geschieht

Shift Happens : Wechsel geschieht

Das Video „Shift Happens“ (auch bekannt als „Did You Know?“) hat mich vor einiger Zeit schon einmal sehr beeindruckt.

Sowohl das Potenzial als auch die Herausforderungen werden deutlich, die in diesem „expontiellem Wandel“ stecken. Und das auf auf eine plastische – auch beklemmende – Art und Weise.

Heute lese ich hier, dass es eine neue leicht veränderte Version gibt.

shift happens

Did You Know? – eine kleine Präsentation, die Karl Fisch im August 2006 vor einem kleinen Kreis in einer Schule hielt, breitet sich lawinenartig im weltweiten Netz aus. Eine deutsche Übersetzung existiert ebenfalls; sie entspricht allerdings nicht exakt der letzten Originalfassung.

Eine gute Zusammenfassung zu Karl Fisch’s ‚Did you know? 2.0‘ mit weiteren Links finden Sie bei Armin Karge und weitere Infos natürlich bei Google 🙂

Nachtrag am 1.2.2008: Diskutieren Sie mit uns die Frage Wie wird die Internet-Technologie unser Business verändern 🙂

Nachtrag 2 am 6.2.2008: Ja, das Video Web 2.0 … The Machine is Us/ing US ist auch ein guter Einstieg in die Diskussion. Danke an CoCreatr für den Hinweis im Kommentar. Das Web 2.0 im Schnelldurchgang sozusagen … Ansätze für viele Fragen … (auch sehr gut für einen Workshop 🙂 )))

Wozu ein Corporate Blog?

Erinnern Sie sich noch an folgenden Dialog aus dem Werbespot einer bekannten IT-Firma?:

A: Hier steht, wir müssen ins Internet!
B: Warum?
A: Das steht hier nicht!?!

Ob das wohl übertragbar ist …? Lesen Sie mehr bei MiFoMM: Kommunizieren, Aber Wie?

„Wohin soll ich von hier aus gehen?“
„Das hängt in beträchtlichem Maße davon ab, wo du ankommen willst.“.
Lewis Carroll in Alice im Wunderland

Abmahnung – dieser Schuss ging nach hinten los

Wer oder was ist euroweb?

technorati suche

Die Blog-Suchmaschine Technorati findet für euroweb z.Z. 164 Einträge, die Anzahl wächst im Stunden-Takt.

Alles fing mit einem Brief an Jens Scholz an:

…zeigen wir die Vertretung der rechtlichen Interessen der Euroweb Internet GmbH, Neumannstraße 02, 40235 Düsseldorf an.

(…) In verschiedenen Beiträgen und Kommentaren auf Ihrer Internetseite verbreiten Sie unwahre und beleidigende Behauptungen über unsere Mandantin, die diese auf das übelste herabwürdigen und verunglimpfen. Sie schwärzen unsere Mandantin unter Behauptung unwahrer Tatsachen an.

Jens Scholz lässt sich nicht einschüchtern und RA Udo Vetter antwortet.

Ein vorläufiger Höhepunkt könnte die negative Feststellungsklage sein.

Update

euroweb hat einen Eintrag im Online-Lexikon Wikipedia.

Weblog GAU

Gestern habe ich hier sehr positiv über die Kommunikation via Weblogs geschrieben, heute finde ich diesen Beitrag von Prof. Pleil beim PR Blogger .

Zwei Aspekte möchte ich aufgreifen:

„Naked conversations live: Der GHP-Express ist die Art Weblog, vor dem uns alle Blog-Skeptiker gewarnt haben …“

Müssen und dürfen alle (anonymen) Kommentare auf Weblogs veröffentlicht werden?

Hier „schlagen zwei Seelen in meiner Brust“: Ich bin für die freie Meinungsäußerung und gegen jede Form der Zensur, aber die freie Meinungsäußerung darf keine andere Person in ihrer Persönlichkeit verletzen.

Allerdings halte ich es für falsch, den Weblog-Betreiber für die Kommentare auf seiner Seite haftbar zu machen. Er sollte aber verpflichtet werden, Kommentare (nach einer „vertretbaren“ Zeit) unaufgefordert zu löschen, die gegen die „guten Sitten“ verstoßen; nur gibt es hier Definitionsprobleme.

Auch anonym zu kommentieren halte ich für legitim. Ein Kommentar ist nicht deshalb falsch oder schlecht, es gibt viele gute Gründe, eine bestimmte Ansicht nicht vor der ganzen Welt offen zulegen.

„PR-Leute sollten sich als Grenzstellen-Inhaber verstehen und dem Management den Spiegel der Umwelten vorhalten: Was wird draußen erwartet, was erwarten unsere Mitarbeiter? Und das Kommunizieren von der Organisation nach außen ist plötzlich nur noch ein Teil des PR-Jobs. Was für ein Wandel weg vom klassischen Pressesprecher.“

Müssen sich Unternehmen auf das (veränderte) Kommunikations- und Informationsbedürfnis ihrer Mitarbeiter einstellen?

Eine gute Kommunikationskultur ist ein Wert, den man m.E. nicht hoch genug einschätzen kann. Wenn so ein Super-GAU eintritt, dann hat das Management in wesentlichen Punkten versagt.

Das zweite Kommunikations-Axiom von Paul Watzlawick besagt: „Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt“, d.h. jede zwischenmenschliche Beziehung findet auf einer Verstandesebene (logische Argumentation) und auf einer Gefühlsebene statt.

Das Management ist gefordert, sich frühzeitig ein Bild zu machen, wie es um die Kultur seines Unternehmens bestellt ist. Hierzu kann eine „Kultur- bzw. Organisationsklima-Analyse“ durchgeführt werden.

weiterführende Links:
Hay Group: Kultur-Audit und Klima-Analyse (PDF-Datei)
idw: Nur wenn das Klima stimmt, kann eine Firma profitabel sein

Sind Weblogs Hype?

Mein Fazit vorab: Weblogs sind weder Internet-Hype noch werden sie zukünftig an Bedeutung verlieren.

Im Gegenteil: Weblogs entwickeln sich m.E. zu einem wichtigen und unverzichtbaren Werkzeug der modernen Geschäftswelt; Weblogs haben das Potenzial, die Bedeutung der E-Mail-Kommunikation noch zu übertreffen.

Wie Weblogs aus wissenschaftlicher Sicht abgegrenzt werden können, beschreibt Jan Schmidt in seinem Blog.

Den entscheidenden Punkt aber spricht Martin Röll an: „Die Weblogs verändern das Leben der Leute. Die Leute verhalten sich anders. Das veränderte Verhalten wirkt auf die Unternehmen. Es lohnt sich oft, das genau zu betrachten.“ (aus: Weblogs: Abgrenzung und Hype (Jan Schmidt))

Wir sind heute an einem Punkt angekommen, an dem sich die Frage „bin ich für oder gegen Weblogs?“ so nicht mehr stellt.

Manager müssen sich indes die Frage stellen „wie integriere ich Weblogs in meine (Unternehmens-) Kommunikation?“.

Spätestens seit den „Klowänden im Internet“ wissen wir, welche Folgen eine „verunglückte“ E-Mail haben kann.

Wieviel Offenheit in aller Öffentlichkeit will / kann / darf / muss ich mir leisten, wurde schon hier, hier und hier diskutiert, und die Diskussion gelangte schließlich auch ins Fernsehen. (-nebenbei: zum Thema Offenheit fällt mir das Johari-Fenster ein-)

Mein Appell an Unternehmen und Manager ist, sich ernsthaft mit dem „Phänomen Weblog“ auseinanderzusetzen, denn „Chancen werden oft nicht gesehen, verleugnet, weil es einfacher ist, als sich mit einer relativ neuen, vernetzten Kommunikationslösung wie Blogs auseinanderzusetzen“ (Klaus Eck: Manager buhlen um die Gunst der Leser)

Das wir im Informationszeitalter angekommen sind, bestreitet heute niemand mehr ernsthaft. Neben dem Wissen ist Zeit die Hauptwährung der modernen Geschäftswelt. Als Nachrichtentechniker gesprochen: wir müssen heute sehr zeitnah entscheiden, welcher Anteil einer Nachricht Information und welcher Anteil Rauschen ist, und das ist Fluch und Segen zugleich …

… und Weblogs sind nicht mehr und nicht weniger als ein schnelles Transportmittel für Wissen, oder einfacher ausgedrückt: eine weitere Möglichkeit, unkompliziert und schnell zu kommunizieren.

Diese Diskussion um das „Phänomen Weblog“, die quasi zeitgleich an verschiedenen Orten, von unterschiedlichen Gruppen der Gesellschaft geführt und weiterentwickelt wird, ist nur ein weiterer Beleg dafür.

auch Manager tun es

„Manager bloggen und buhlen um Gunst“, titeln die VDI nachrichten von heute.

Gleichzeitig wird gewarnt: „Tagebücher und andere Online-Journale im Internet sind ein Renner [..] Doch nicht alles, was der Führungskraft durch den Kopf geht, gehört dorthin, sonst kann die Karriere zu Ende sein.“

Warum eigentlich? Ist diese „Vorsicht“ typisch deutsch?

Der Autor zieht das Fazit: „Die Manager-Weblogs sind daher auch nur bedingt aufregend.“

Muss das so sein? Natürlich müssen sich auch und gerade Manager und Führungskräfte an Spielregeln halten, sie haben auch eine Vorbild-Funktion.

„Web-Tagebücher sind ein Minenfeld. Jeder Satz will hier gut überlegt sein [..] Und als ob das noch nicht reicht, haben Firmen wie IBM obendrein spezielle Blogging-Richtlinien aufgestellt.“

M.E. liegen gerade in den „Blogging-Richtlinien“ auch Chancen. Sie dürfen nicht fesseln und knebeln, sondern sie müssen auch kreative Freiräume schaffen.

Der Münchner Kommunikationsberater Klaus Eck kritisiert zu Recht, „Chancen werden oft nicht gesehen, verleugnet, weil es einfacher ist, als sich mit einer relativ neuen, vernetzten Kommunikationslösung wie Blogs auseinanderzusetzen“.

Lesen Sie auch: Manager buhlen um die Gunst der Leser