Wertanalyse-Newsletter: VMaktuell

VMaktuellWieder Da!

VM aktuell

… der Newsletter des Kompetenz- Feldes WA/VM im Verein Deutscher Ingenieure

für alle Interessierte und Anwender von Wertanalyse und Value Management.

Download: VM-aktuell-01.pdf

VM aktuell erscheint 3- bis 4- mal im Jahr und wird vom Kompetenzfeld WA/VM der VDI-GSP herausgegeben.

Viel Spaß bei der Lektüre!

PS: Wenn Sie den Newsletter regelmäßig beziehen wollen, schicken Sie mir bitte eine E-Mail.

Der Wahnsinn 2.0

[Neu eingetragen am 16. Mai 2008; ursprünglich an anderer Stelle im Web veröffentlicht und hier unverändert übernommen.]

Innerhalb sehr kurzer Zeit hat sich ein Hype 2.0 aufgebaut, der mich erschreckt!!!

Der Wahnsinn 2.0: In manchen Kreisen scheint es en vogue zu sein, alles – ob passend oder unpassend – mit 2.0 zu dekorieren. Mit dem Ergebnis, dass xyz 2.0 bereits jetzt mein Unwort des Jahres ist!

Mich erinnert das wieder an die Zeit, als jeder der „Internet“ schreiben konnte, der große King war. Jede Firma, die was auf sich hielt, musste ein „dotcom“ im Namen führen … dann kam der große Absturz.

Was ist heute? – kein halbes Jahrzehnt später: 2.0, 2.0, 2.0, …

Der letzte Schrei: PR 2.0 Essentials (PDF, 30 Seiten)

The 2.0 Reference Guide is a living document to help PR practitioners understand and navigate through the – sometimes scary often challenging but definitely exciting – PR 2.0 landscape.

Nein, bitte nicht!

Ja, viele Dienste – RSS, Blogging, Meme, Tagging, Podcasts, Wikis, Social Networking, Social Bookmarking, … usw. usf. – unterstützen uns bei unserer täglichen Arbeit … nur: lasst die Kirche im Dorf!!!

Und den Geschäftsführern und Verantwortlichen in den Kommunikationsabteilungen der Unternehmen, die evtl. Angst vor web 2.0 haben, sage ich: Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird!

via Moderne Unternehmenskommunikation und PR Fundsachen

Kommunikation und Privatsphäre

[18.04.2008: Dieses ist ein Experiment. Ich stelle einen „alten“ Artikel – am 07.06.2006 an anderer Stelle veröffentlicht – hier neu ein … (Edit:  Versuch gelungen – Einordnung des Artikels ist an der richtigen Stelle 🙂 – Anmerkung: die Kommentare habe ich nicht übernommen)

Ursprünglicher Titel: Kommunikation mit offenem Visier]

Wieviel Offenheit im WWW kann / darf / muss ich mir leisten? Diese Frage wird auch gerade wieder bei Martin Röll sehr kontrovers diskutiert:

„Die meisten Privacy-Ängste sind unbegründet“, oder doch nicht?, die Diskussion ist spannend.

Nun sieht sich Djure Meinen Im Fadenkreuz. Unbekannte sehen sein Profil bei openBC ein, verweigern aber gleichzeitig die Kontaktaufnahme via interner Mail. Er fordert nun, dass seine „Kommunikationspartner“ dieselbe Offenheit an den Tag legen:

Und wenn dieser Jemand mir nun die Chance geben würde, dass ich meinerseits etwas über ihn in Erfahrung bringen könnte. Geht aber nicht. Denn dieser Jemand hat den Einblick in sein Profil weitegehend gesperrt. Und – und das ist wirklich ärgerlich – das Empfangen von Mails via openbc verweigert er auch. [..]

Es gibt ein paar Zeitgenossen, die ihr Profil so einstellen, dass es nur ihnen selbst nützt. Wollen wir die wirklich unter uns?

Kommunikation ist keine Einbahnstraße! Kommunikation ist Dialog, d.h. ich gebe etwas von mir preis und erwarte eine Antwort, das sog. Feedback.

Den Zusammenhang zwischen Offenheit und Feedback verdeutlicht das Johari-Fenster sehr anschaulich:

johari

Ursprünglich entwickelt um bewusste und unbewusste Verhaltensmuster darzustellen, lässt sich das Johari-Fenster auch sehr gut zur Beschreibung der „veröffentlichen Person“ im WWW verwenden.

Arena – das gemeinsame Potenzial:

Das ist meine öffentliche Person. Informationen, die für jeden frei zugänglich sind. Informationen – von mir eingestellt, oder von anderen über mich veröffentlicht.

Blinder Fleck – das bin ich doch nicht, oder doch?:

Wie sehen mich die anderen? Welche Gewohnheiten – und auch Vorurteile – sind mir so „in Fleisch und Blut“ übergegangen, dass ich diese selbst nicht mehr wahrnehme?

Übertragen auf dass WWW heißt das, wie werden Äußerungen von mir – bzw. über mich – interpretiert. Welche Informationen findet Google, die mir nicht (mehr) bekannt sind?

Fassade: mein großes Geheimnis:

Der Schutz der Privatsphäre ist ein hohes Gut! Nicht umsonst gibt es Datenschutzbestimmungen. Jeder muss selbst entscheiden können, welche privaten Informationen er veröffentlicht sehen will und welche nicht. Wichtig ist m.E. dabei immer, dass berufliche und private Aspekte sauber getrennt werden. Siehe auch: Privacy – what’s that?

Via Internet bzw. speziell auch openBC – können und sollen neue Kontakte geknüpft werden. Private Informationen können dann aber via Mail oder PN (in openBC) ausgetauscht werden.

Nicht Bewusstes – das verschenkte Potenzial, das keiner kennt:

In diesem Bereich „verstecken“ sich unerkannte Talente und (noch) nicht entdeckte Begabungen.

Voraussetzung für eine gute Kommunikation ist, den Bereich der Arena zu vergrößern. Das erreiche ich durch Offenheit, d.h. ich entferne Teile meiner Maske. Feedback hilft mir zu erkennen, wie ich von anderen gesehen werde.

Jeder, der im WWW unterwegs ist, hinterlässt Spuren. Seien Sie sich bewusst, dass auch viele „anonyme“ Äußerungen zurückverfolgt werden können. Lesen Sie auch: Weblog-Monitoring mit offenem Visier?

Mein Tipp: Veröffentlichen Sie alles das – und nur das, was Sie jederzeit und in dieser Form auch jedem fremden Menschen erzählen würden, den Sie zufällig in der U-Bahn treffen. Nutzen Sie die angebotenen Plattformen im WWW – seien es die verschiedenen Weblogs oder auch Angebote wie openBC – für einen direkten Dialog mit „offenem Visier“, d.h. schreiben Sie unter Ihrem guten Namen.

Update

Rechnen Sie auch immer damit, dass Ihre Kommentare, die Sie in öffentlichen Foren hinterlassen, auf anderen Web-Seiten zitiert werden!!! Siehe hierzu z.B. bei Blogging Tom: Zitieren aus öffentlichen Foren.

Abmahnung – dieser Schuss ging nach hinten los

Wer oder was ist euroweb?

technorati suche

Die Blog-Suchmaschine Technorati findet für euroweb z.Z. 164 Einträge, die Anzahl wächst im Stunden-Takt.

Alles fing mit einem Brief an Jens Scholz an:

…zeigen wir die Vertretung der rechtlichen Interessen der Euroweb Internet GmbH, Neumannstraße 02, 40235 Düsseldorf an.

(…) In verschiedenen Beiträgen und Kommentaren auf Ihrer Internetseite verbreiten Sie unwahre und beleidigende Behauptungen über unsere Mandantin, die diese auf das übelste herabwürdigen und verunglimpfen. Sie schwärzen unsere Mandantin unter Behauptung unwahrer Tatsachen an.

Jens Scholz lässt sich nicht einschüchtern und RA Udo Vetter antwortet.

Ein vorläufiger Höhepunkt könnte die negative Feststellungsklage sein.

Update

euroweb hat einen Eintrag im Online-Lexikon Wikipedia.

Weblog GAU

Gestern habe ich hier sehr positiv über die Kommunikation via Weblogs geschrieben, heute finde ich diesen Beitrag von Prof. Pleil beim PR Blogger .

Zwei Aspekte möchte ich aufgreifen:

„Naked conversations live: Der GHP-Express ist die Art Weblog, vor dem uns alle Blog-Skeptiker gewarnt haben …“

Müssen und dürfen alle (anonymen) Kommentare auf Weblogs veröffentlicht werden?

Hier „schlagen zwei Seelen in meiner Brust“: Ich bin für die freie Meinungsäußerung und gegen jede Form der Zensur, aber die freie Meinungsäußerung darf keine andere Person in ihrer Persönlichkeit verletzen.

Allerdings halte ich es für falsch, den Weblog-Betreiber für die Kommentare auf seiner Seite haftbar zu machen. Er sollte aber verpflichtet werden, Kommentare (nach einer „vertretbaren“ Zeit) unaufgefordert zu löschen, die gegen die „guten Sitten“ verstoßen; nur gibt es hier Definitionsprobleme.

Auch anonym zu kommentieren halte ich für legitim. Ein Kommentar ist nicht deshalb falsch oder schlecht, es gibt viele gute Gründe, eine bestimmte Ansicht nicht vor der ganzen Welt offen zulegen.

„PR-Leute sollten sich als Grenzstellen-Inhaber verstehen und dem Management den Spiegel der Umwelten vorhalten: Was wird draußen erwartet, was erwarten unsere Mitarbeiter? Und das Kommunizieren von der Organisation nach außen ist plötzlich nur noch ein Teil des PR-Jobs. Was für ein Wandel weg vom klassischen Pressesprecher.“

Müssen sich Unternehmen auf das (veränderte) Kommunikations- und Informationsbedürfnis ihrer Mitarbeiter einstellen?

Eine gute Kommunikationskultur ist ein Wert, den man m.E. nicht hoch genug einschätzen kann. Wenn so ein Super-GAU eintritt, dann hat das Management in wesentlichen Punkten versagt.

Das zweite Kommunikations-Axiom von Paul Watzlawick besagt: „Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt“, d.h. jede zwischenmenschliche Beziehung findet auf einer Verstandesebene (logische Argumentation) und auf einer Gefühlsebene statt.

Das Management ist gefordert, sich frühzeitig ein Bild zu machen, wie es um die Kultur seines Unternehmens bestellt ist. Hierzu kann eine „Kultur- bzw. Organisationsklima-Analyse“ durchgeführt werden.

weiterführende Links:
Hay Group: Kultur-Audit und Klima-Analyse (PDF-Datei)
idw: Nur wenn das Klima stimmt, kann eine Firma profitabel sein

Der Mittelstand ist schädlich

… erklärt Wolfgang Münchau, Kolumnist der „Financial Times“.

Seine „interessanten“ Thesen können wir im Vorabdruck seines Buches „Das Ende der Sozialen Marktwirtschaft“ online bei der WamS bestaunen.

Hier ein Zitat: „Wie bei den Atomgegnern der Strom aus der Steckdose kam, so kam beim Mittelstand das Geld von der Bank, oft nicht einmal einer Privatbank, sondern von einer lokalen Sparkasse, in deren Vorstand der Mittelständler oft selbst saß, zusammen mit dem örtlichen Bürgermeister.“ (Zitatende)

Auch im Mittelstand gibt es schwarze Schafe, wo gibt es die nicht? Aber welche stichhaltigen Beweise gibt es für diese haltlose Verallgemeinerung?

Herr Münchau: „den Mittelstand“ gibt es so nicht! Hier müssen Sie schon präziser werden. Wen meinen Sie?

Und noch ein Zitat: „Die Beziehungen zwischen Mittelstand, Gewerkschaften, Politik und Finanzinstitutionen hat planwirtschaftliche Züge. Hier wird am Kapitalmarkt vorbeigeplant. Hier wird Wirtschaft geordnet.“ (Zitatende)

Mittelstandsblog.DE fragt: „Herr Münchau, wo leben Sie eigentlich?“, das weiß ich auch nicht, aber was anderes: vielleicht sollte Google auch Mond-Maps präsentieren?

Sind Weblogs Hype?

Mein Fazit vorab: Weblogs sind weder Internet-Hype noch werden sie zukünftig an Bedeutung verlieren.

Im Gegenteil: Weblogs entwickeln sich m.E. zu einem wichtigen und unverzichtbaren Werkzeug der modernen Geschäftswelt; Weblogs haben das Potenzial, die Bedeutung der E-Mail-Kommunikation noch zu übertreffen.

Wie Weblogs aus wissenschaftlicher Sicht abgegrenzt werden können, beschreibt Jan Schmidt in seinem Blog.

Den entscheidenden Punkt aber spricht Martin Röll an: „Die Weblogs verändern das Leben der Leute. Die Leute verhalten sich anders. Das veränderte Verhalten wirkt auf die Unternehmen. Es lohnt sich oft, das genau zu betrachten.“ (aus: Weblogs: Abgrenzung und Hype (Jan Schmidt))

Wir sind heute an einem Punkt angekommen, an dem sich die Frage „bin ich für oder gegen Weblogs?“ so nicht mehr stellt.

Manager müssen sich indes die Frage stellen „wie integriere ich Weblogs in meine (Unternehmens-) Kommunikation?“.

Spätestens seit den „Klowänden im Internet“ wissen wir, welche Folgen eine „verunglückte“ E-Mail haben kann.

Wieviel Offenheit in aller Öffentlichkeit will / kann / darf / muss ich mir leisten, wurde schon hier, hier und hier diskutiert, und die Diskussion gelangte schließlich auch ins Fernsehen. (-nebenbei: zum Thema Offenheit fällt mir das Johari-Fenster ein-)

Mein Appell an Unternehmen und Manager ist, sich ernsthaft mit dem „Phänomen Weblog“ auseinanderzusetzen, denn „Chancen werden oft nicht gesehen, verleugnet, weil es einfacher ist, als sich mit einer relativ neuen, vernetzten Kommunikationslösung wie Blogs auseinanderzusetzen“ (Klaus Eck: Manager buhlen um die Gunst der Leser)

Das wir im Informationszeitalter angekommen sind, bestreitet heute niemand mehr ernsthaft. Neben dem Wissen ist Zeit die Hauptwährung der modernen Geschäftswelt. Als Nachrichtentechniker gesprochen: wir müssen heute sehr zeitnah entscheiden, welcher Anteil einer Nachricht Information und welcher Anteil Rauschen ist, und das ist Fluch und Segen zugleich …

… und Weblogs sind nicht mehr und nicht weniger als ein schnelles Transportmittel für Wissen, oder einfacher ausgedrückt: eine weitere Möglichkeit, unkompliziert und schnell zu kommunizieren.

Diese Diskussion um das „Phänomen Weblog“, die quasi zeitgleich an verschiedenen Orten, von unterschiedlichen Gruppen der Gesellschaft geführt und weiterentwickelt wird, ist nur ein weiterer Beleg dafür.

MiFoMM : Mittelstand-Forum, Menschen und Märkte

… geht heute mit dem MiFoMM-Blog online.

Nach dem Ende des Internet-Hype machen heute neue Schlagworte wie Soziale Software und Web 2.0 die Runde.

Wir wagen den Versuch, diese Buzzwords zu entzaubern. Was verbirgt sich hinter der Web-2.0-Technologie und was haben Sie davon?

Diesen und anderen Fragen gehen wir nach. Geplant haben wir Schwerpunkte zu:

  • Marktchancen durch Soziale Software
  • Kooperationsmodelle im Internet

Gerne nehmen wir auch Ihre Anregungen und Fragen auf!

Weblog statt Website

Hier entsteht ein neuer Web-Auftritt.

Eine herkömmliche Homepage ist sehr unflexibel, wenn es darum geht, aktuelle Inhalte einzupflegen.

Eine Web-Visitenkarte ist gut geeignet, potenziellen Kunden einen ersten Eindruck zu vermitteln. Allerdings werden so interessante Möglichkeiten und wertvolle Potenziale des Internets nicht ausgeschöpft.

Ein Weblog ist einfach zu betreiben. Ich nutze die Gelegenheit, mit meinem Provider-Wechsel auch gleich ein neues Weblog anstelle einer Web-Visitenkarte einzurichten.

Seit mehr als 12 Jahren beschäftige ich mich mit dem „Internet-Business“. Hier schreibe ich, wie die „Internet-Technologie“ meine Arbeit als Projektmanager beeinflusst und letztendlich auch erleichtert.

Bitte nutzen Sie diese Site auch als Ihr Forum. Gerne greife ich Ihre Fragen und Anregungen in meinen Beiträgen auf und versuche, diese so gut ich kann zu beantworten.

Schreiben Sie Ihre Meinung zu den Beiträgen; ich freue mich auf anregende und weiterführende Diskussionen mit Ihnen.

Rainer Helmes