Das Blog? Brauche ich dieses Blog noch? Wozu? Was sonst?

Im Folgenden mache ich mir nicht nur Gedanken zum Blog, sondern reflektiere auch meinen ‚digitalen Werdegang‘ und meine Vorstellungen von einer ‚digitalen Transformation‘ der MiFoMM OHG.

In dieses Blog schreibe ich hin und wieder, wenn ich meine Gedanken sortieren will; und ich freue mich über Kommentare und Anregeungen, die mir eine andere Perspektive ermöglichen, ich freue mich über konstruktive Kritik, die mich weiterbringt.

Es war niemals mein Ziel, etwas über dieses Blog zu verkaufen, so spielte es für mich auch keine Rolle, wer meine Artikel liest; eigentlich interessierte mich auch nur, ob sie überhaupt gelesen wurden.

Oftmals war ich überrascht, wenn mich Bekannte oder Kollegen auf den einen oder anderen Artikel angesprochen haben.

Doch die meisten Dialoge im Bekannten- und Kollegenkreis verliefen eher so oder so ähnlich:

Ich: … dazu hatte ich in meinem letzten Artikel geschrieben …

Kollege: Ach, ja!? Deine Seite habe ich schon länger nicht mehr besucht.

oder:

Ich:  … übrigens hatte ich Dir vor x Wochen einen Hinweis hierzu über Deine Facebook-Seite geschickt …

Freund: Sooooo…???! Facebook habe ich schon über ein halbes Jahr nicht mehr aufgemacht …

Ja, auch das ist immer noch eine Realität, auch noch im 27. Jahr nach der Geburt des ‚WWW‘.

Am 12. März 1989 stellte Tim Berners-Lee erstmals sein Konzept vom World Wide Web vor. Was aus seiner Idee wurde …

Das Internet kenne ich noch aus Zeiten, als es das ‚WWW‘ noch nicht gab. Die Älteren unter uns werden sich vielleicht noch an Compuserve, das Usenet oder auch an das FidoNet erinnern.

Meine erste ‚Homepage‘ unter ‚helmes.de‘ ging 1998/99 online. Ich erinnere mich noch, dass die DENIC kurz zuvor die 500.000 .de-Domain registriert hatte.

Im Gegensatz zum Internet selbst, hatte ich zu ‚Social Media‘ immer ein ambivalentes Verhältnis; und mit Facebook bin ich bis heute nicht wirklich glücklich geworden.

Selbstkritisch muss ich im Nachhinein auch sagen, mit ‚Domus Apart‘ waren wir zu halbherzig in Sachen „Social Media“ unterwegs.

Alle diese Erfahrungen bringe ich jetzt in die ’neue‘ Firma ein:

Auch die MiFoMM OHG muss durch die ‚Digitale Transformation‘.

Und diesen laufenden Prozess will ich so transparent wie möglich kommunizieren.

Hierzu beschäftige ich mich auch gerade mit der Frage ‚Wo und wie publizieren?‘ Dazu passt es, dass Christian Henner-Fehr gestern den Artikel veröffentlicht hat:

Über Contentmarketing, Blogs und sinkende Zugriffszahlen

Christian habe ich um 2006 virtuell kennen und schätzen gelernt, ich lese seine  Artikel immer sehr gerne.

Zukünftig werde ich es – in etwa – so halten:

Das Einfach-Machen-Blog ist mein virtuelles Zuhause.

Hier im Einfach-Machen-Blog und auch mit Hilfe von Einfach-Machen-Hangouts sortiere ich weiter offen und öffentlich meine Gedanken; vielleicht kann der eine oder andere davon profitieren. Ich probiere dabei Neues aus; und natürlich freue ich mich auch über Kommentare und eine rege Beteiligung.

Auf der anderen Seite benötige ich als Berater für ‚Digitale Umsetzungsstrategien‘ auch professionelle Werkzeuge; und ja, die gibt es auch, teilweise kostenlos und teilweise als kostenpflichtige Premium-Dienste. Hier werde ich neu sortieren, insbesondere werde ich viel testen … u.a. auch, ‚wie?‘ und ‚wo?‘ ich ‚was?‘ publizieren kann – sowohl online als auch offline.

Der Google Dienst ‚Hangout on Air‘ eignet sich z.B. auch sehr gut  für professionelle Übertragungen und Aufzeichnungen. Mit diesem Dienst werde ich noch das eine oder andere ausprobieren.

Social Media, d.h. die ‚Facebooks‘ und ‚Twitters‘ nutze ich nicht mehr ‚privat‘, sondern betrachte diese Dienste ausschließlich durch die professionelle Brille.

Plattformen in all ihren Schattierungen – für Kommunikation, Kooperation, Kollaboration, Handel sowie Business im Allgemeinen – nehme ich besonders ins Visier.

Ich freue mich auch sehr, dass Gunnar Sohn mit der NEO15 ein neues Format etabliert, das den Plattform-Gedanken in den Mittelpunkt stellt: Matchen, Moderieren und Managen der Next Economy.

Leider schaffe ich es kommende Woche am 9./10. November nicht nach Bonn; ich bin gespannt auf ‚das Netzwerken danach‘: das Matchen geht weiter!

Rainer Helmes

 

Wer liest das Daimler-Blog?

Nils König stellt das UMFRAGEERGEBNIS: Wer sind unsere Leser? vor.

Sein Fazit: Das Blog wirkt .

Stellen Sie sich vor, Sie stehen in der Stuttgarter Innenstadt in einer belebten Fußgängerzone und bemühen sich, vorbeieilende Passanten in ein kurzes Gespräch zu verwickeln, um diesen von Ihrem Produkt zu berichten, sie über Ihr Engagement und Ihre Expertise aufzuklären oder einfach nur, um andere Menschen kennenzulernen. Es läuft gut, die Leute bleiben stehen hören Ihnen einige Minuten zu und äußern sich mal positiv, mal kritisch. Es läuft besser als gedacht, denn schließlich kommen die Menschen von selbst auf Sie zu, weil Sie offensichtlich etwas Interessantes zu erzählen haben. Und plötzlich beginnen die ersten Ihrer Gesprächspartner einige Meter entfernt damit, Ihr Anliegen weiterzutragen… [ weiterlesen ]

Ich gratuliere dem Team vom Daimler-Blog.

🙂 Rainer Helmes

Mehrwert mit Links

Kurz und knapp – (meine Zeit reicht im Moment leider nicht für mehr):

Mehrwert mit Links“ 🙂 heute:

Spannende und interessante Diskussionen rund um die ‚Relevanz‘ von  Corporate Blogs. Auslöser war Ralf Schwartz mit seiner heftigen Kritik am Daimler Blog.

hier ging es los:
Warum das Daimler Blog (noch) irrelevant ist!

Kommentar von Uwe Knaus:
http://ralfschwartz.typepad.com/mc/2008/09/daimler-blog.html#comment-129628836

Kommentar per Twitter:
http://twitter.com/Signal77/statuses/913847902

weitere Klarstellung von Ralf Schwartz:
Daimler Bashing um Visits zu generieren!

Diskussion bei Matthias Schwenk:
Fehlende Relevanz? Das Daimler-Blog von der mediaclinique seziert

Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach zu Relevanz

Viel Spaß bei der Lektüre
🙂 Rainer Helmes

Corporate Blog Debatte – Reaktionen und Fazit

‚Corporate Blogs‘ stoßen offensichtlich auf großes Interesse.

Zu meinem Artikel – ‚Warum Corporate Blogs scheitern‘ – habe ich viel Feedback erhalten – und diesmal nicht nur per Mail 🙂 – sondern sogar via Twitter von Klaus Eck 🙂 – Vielen Dank an Alle!

Für mich ist die Bezeichnung ‚Corporate Blog‘ zwar nach wie vor eine Worthülse, die genaue Definition bleibt unklar bzw. vage.

Aber halten wir zunächst fest: ‚Corporate Blogs‘ scheitern nicht!

Der mit viel Herzblut verfasste Kommentar von Uwe Knaus vom Daimler Blog verdient es, hier in voller Länge zu erscheinen (mit Einwilligung von Uwe Knaus; danke dafür!):

Das Corporate Blog ist tot, es lebe das “menschliche” Blog!
„Blogger schreiben nur über das Bloggen) – und neuerdings auch über das Twittern“ aktuell über frienfeed, immer wieder über das Verhältnis Blogs vs. Journalismus und andauernd wird darüber gebloggt, was alles schief läuft in dieser Republik.
Was ist eigentlich ein Corporate Blog? Ist es ein Blog, welches von einem Unternehmen betrieben wird? Wer bloggt bei einem Corporate Blog? Der CEO, der CIO, die Marketingabteilung, bezahlte Blogger, die Mitarbeiter, bei Opel die Test-Ingenieure.
Nehmen wir mal das Daimler-Blog. Da kenne ich mich ein wenig aus: Hier bloggen die Mitarbeiter. Und nur diejenigen, die Lust dazu haben. Sie bloggen genau so, wie Blogs ursprünglich begonnen haben: nämlich als eine Art Tagebuch. Da schreibe ich in der Regel rein, was mich an einem bestimmten Tag beschäftigte, oder was mich bewegte. Möglicherweise unspektakulär und nur für eine kleine Zielgruppe interessant. Ein Tagebuch eben.
Aber es wird gelesen. Am ersten Tag mindestens 1.000 Mal, teilweise 3.000 Mal. Im Long Tail kommen die Tagebucheinträge nach einem halben Jahr alle auf 5.000, manche auch auf über 10.000 Lesezugriffe (die Bots herausgerechnet). Vorher kannte die Geschichte nur der Partner oder auch der immer gern genommene „Sportskamerad“. Insofern stellt der einzelne Post doch ein Erfolg dar, oder? Auch wenn aus Sicht der „klassischen“ Blogger, nichts Aufregendes dabei ist.
Steve Rubel hat auf der next08 einen sehr interessanten Vortrag über„10 trends that will shape your digital future“ gehalten und festgestellt, dass die Massenreichweite 2004 gestorben ist. Er sprach von einer neuen „Micro Audience“, die es anzusprechen gilt. Ich glaube, genau da liegt das Potenzial von Corporate Blogs, diese Zielgruppe anzusprechen und mit ihnen zu kommunizieren. Und diese Zielgruppe besteht in der Regel nicht aus Bloggern, sonder aus ganz „normalen“ Menschen, die teilweise bis dato noch gar nicht mit Blogs in Berührung kamen. Genau diese Gruppe stellt beim Daimler-Blog die Mehrzahl der Leser und Kommentatoren dar.
Jedes Blog zieht seine spezifische Leserschaft an. Don Alphonso hat sicherlich andere Leser als Klaus Eck und die Leserschaft des Frosta-Blogs bildet vermutlich auch keine Schnittmenge mit der des Daimler-Blogs. Eines haben sie aber alle gemeinsam: Sie betreiben ein Weblog und sprechen ihre Zielgruppe in der Form an, die sie für angemessen halten.
Insofern würde ich die Corporate Blogs nicht für tot erklären und ihnen erst einmal eine Chance geben, sich zu etablieren. Der Erfolg wird vermutlich davon abhängig sein, wie viel „Corporate“ und wie viel „Mensch“ darin enthalten sein wird.

Die Quintessenz der Diskussion formuliert Christian im Kommentar so:

“es gibt DAS Corporate Blog nicht. Und nachdem es auch nicht DAS Unternehmen gibt, ist das auch gut so.”

Fazit: ‚Corporate Blogs scheitern nicht‘ und ‚DAS Corporate Blog gibt es nicht‘!

Quasi zur Weiterführung der Diskussion stellt Wolfgang Lünenbürger von PR 2.0 die Frage:

„Was ist eigentlich ein Corporate Blog?“

Ich bin überzeugt, die Diskussion um ‚Corporate Blogs‘ bleibt auch weiterhin spannend 🙂

Rainer Helmes

Warum Corporate Blogs scheitern.

Was passiert, wenn Unternehmen und Blogger aufeinandertreffen?

Kann das gut gehen?

Ja! Aber! … wir müssen akzeptieren, dass „Welten aufeinanderprallen“ 🙂 … und beide Seiten müssen Toleranz üben 🙂

Fakt ist, viele Leser werden durch Sprache und Inhalt der Blogs abgeschreckt. Und dennoch … Blogs müssen sich von „geschliffenen“ Pressemitteilungen unterscheiden, sonst wären es keine Blogs 😉

Es gibt Vorbehalte und Vorurteile auf beiden Seiten – berechtigte und unberechtigte! Diese Diskussion an der Blogbar macht das sehr gut deutlich.

Ein oft gehörter Vorwurf: Blogger beschäftigen sich nur mit sich selbst.

Blogger schreiben nur über das Bloggen (so wie ich hier 😉 ))) – und neuerdings auch über das Twittern – Das lockt niemanden hinter dem Ofen hervor – zumindest keine Entscheidungsträger aus der Wirtschaft.

Wie sieht das aus der Sicht mancher Blogger aus?

Die eigentlich angesprochenen Entscheidungsträger aus den Unternehmen und Organisationen reagieren nicht – kein öffentlicher Kommentar, bestenfalls mal eine Mail oder eine Anmerkung hinter vorgehaltener Hand … das erzeugt auch Frust mit der Folge: Blogger bloggen nicht mehr.

Matthias Schwenk:

Die Irrelevanz meines Blogs beim Mittelstand: Was immer ich hier schreibe, es wird bei meiner eigentlichen Zielgruppe nicht wahrgenommen. Und daran dürfte sich auch noch auf längere Sicht nichts ändern. Noch vor einem Jahr war ich der festen Überzeugung, die Zeit sei reif für die Themen “Web 2.0? und “Enterprise 2.0? in deutschen Unternehmen. Heute sehe ich viel stärker die kulturverändernde Wirkung der Digitalisierung und denke, dass es bei uns noch sehr lange dauern wird (10 bis 15 Jahre?), bis wir Verhältnisse wie heute in den USA oder Japan haben werden.

Patrick Breitenbach:

Die Fachpresse hat zwischenzeitlich erkannt, dass sie so Pseudorebellen wie vom Werbeblogger nicht vermarkten können und daher starten sie lieber selbst witzige Werberätsel, Kampagnenverisse, Plagiatsvorwürfe oder tonnenweise Kurzlinks aus der Welt der Werbung. Ob man das jetzt als Hommage sehen sollte, weiß ich nicht, ich weiß nur, dass dies ein weiterer Moment für mich ist einen Schritt Abstand zu nehmen, wieder etwas neues zu suchen.

Elita Wiegand:

Das Ergebnis der „Blogmüde-Umfrage“ hat mich überrascht: Wenn zwölf Teilnehmer dafür plädieren, dass wir einfach warten, erinnert das doch sehr an die Kohl-Ära. Aussitzen bringt nun gar nichts. Viele haben sich per Mail gemeldet, die sich dafür aussprechen, dass das Blog weiter geführt wird. Mhh… Fehlt der Mut? oder die Zeit? seine Meinung hier zu veröfffentlichen? Bisher habe ich für das Blog unermüdlich gekämpft, weil ich davon überzeugt bin. Und das bisherige Ergebnis ist allen Unkenrufen zum Trotz gut: Viele Beiträge haben zum Nachdenken angeregt, hier wurde Wissen vermittelt, Partner haben sich kritisch auseinandergesetzt oder darüber geschrieben, was ihnen am Herzen liegt.

Und wenn Unternehmen bloggen? Warum werden Corporate Blogs nicht funktionieren?

Es heißt so schön, der Ton mache die Musik. Und dieser Ton ist selten kompatibel 😉 … es geht um Sprache, Stil und Form.

Und auch um die Frage: wie kommentiere ich in den Blogs der Unternehmen?

Kein Unternehmen wird sich über einen Kommentar freuen wie „dein produkt xyz ist aber sowas von sch…“. Was tun mit einem solchen Kommentar? Löschen? Sich auf eine sinnlose Diskussion einlassen, die das Unternehmen nur verlieren kann? Gar die rechtliche Keule schwingen? … Richtig machen, das geht nicht!

Es gibt Barrieren und Berührungsängste, die eine offene Diskussion zumindest erschweren …

… und Blogs leben von Kommentaren! Sie leben vom Dialog! Ohne Kommentare nimmt das Interesse der Autoren früher oder später ab. Wir alle brauchen Feedback 🙂

Ein Blog-Artikel muss persönlich, subjektiv, parteiisch und unabhängig sein! Ein von der PR-Abteilung weichgespülter Beitrag ist für Blog-Leser uninteressant!

Ein Beitrag spiegelt immer die Meinung des Verfassers wider. Aber wie weit kann, darf und will sich ein Mitarbeiter mit seiner Meinung aus dem Fenster lehnen? Meistens stehen Richtlinien – u.a. die sog. Corporate Identity – einer freien Entfaltung des Bloggers entgegen; man merkt das dann den Beiträgen an 😉

Ein Blog steht und fällt immer mit dem Autor bzw. den Autoren!

Unternehmen, die die sog. „Kommunikation 2.0“ leben wollen, sollten ihren Mitarbeitern unabhängige Blogs ermöglichen. Die Kompetenz und Verantwortung muss dabei voll und ganz beim Blogger liegen; dass dieser nichts schreibt, was er nicht auch auf jedem Marktplatz öffentlich hinausschreien könnte, sollte selbstverständlich sein; andernfalls drohen Abmahnung und Kündigung – und das dann zu Recht!

Von Fall zu Fall kann in einem nächsten Schritt untersucht werden, ob und wie das Mitarbeiter-Blog in den Firmenauftritt integriert werden kann.

Es gibt viele gute Beispiele, die zeigen, dass Blogs von Mitarbeitern die Reputation des Unternehmens positiv beeinflussen können. Nehmen Sie z.B. auch den Blog-Ansatz von Jonathan Schwartz.

Geben Sie Ihren Mitarbeitern die nötigen Freiräume – aber auch nur denen, die ernsthaft und aus freien Stücken bloggen wollen!

Das, was ich hier bezogen auf Wirtschaftsunternehmen geschrieben habe, lässt sich auch 1:1 auf Verlage übertragen.

Z.B. für das Handelsblatt: Einem Gemeinschaftsblog, für das Beiträge erst nach einer Redaktionssitzung freigegeben werden, räume ich wenig Chancen ein, während das Blog von Thomas Knüwer zu Recht in den Top100 gelistet ist – aktuell auf Platz 12!

Und hier bloggt der Chef auch selbst 🙂

Das Corporate Blog ist tot, es lebe das „menschliche“ Blog! 🙂

Rainer Helmes

Nachtrag am 4.Juni 2008:

Eine Diskussion über Blogs, Blogger, Corporate Blogs, Corporate Blogger usw. usf. ist schwierig, weil diese Begriffe zwar besetzt aber nicht für jedermann klar und eindeutig definiert sind und jeder etwas anderes darunter verstehen will 🙂 Hierzu passt auch die Diskussion beim Werbeblogger zu der Frage „Ist das Modell ‚Blog‘ gescheitert?„.

Ich werde mich jedenfalls noch weiter mit ‚Weblogs im Unternehmensumfeld‘ beschäftigen 🙂 wir stehen erst am Anfang einer spannenden Entwicklung …

Jonathan Schwartz, CEO und Blogger

Jonathan Schwartz, der „Vorzeige-Business-Blogger“ und CEO von Sun Microsystems mit einem beachtenswerten Statement während der Web 2.0 Expo San Francisco 2008:

„‚Blogging’ will at some point be a little anachronistic. I communicate.“

Er führt dazu weiter aus, seine erste und wichtigste Aufgabe sei die Kommunikation mit allen 32.000 Sun-Mitarbeiteren weltweit, und warum solle er da nicht das Internet nutzen?

Das gesamte Interview (engl.) mit Jonathan Schwartz und weitere Informationen gibr es hier: Sun CEO on Communication through Blogging.

Auch wenn wir keine 32.000 MA unterhalten wollen 😉 können wir uns immer die Definition für Kommunikation vor Augen halten 🙂

Kommunikation (lat. communicare „teilen, mitteilen, teilnehmen lassen; gemeinsam machen, vereinigen“) definiert auf der menschlichen Alltagsebene ein gemeinschaftliches Handeln, in dem Gedanken, Ideen, Wissen, Erkenntnisse, Erlebnisse (mit-)geteilt werden und auch neu entstehen.(1)
—————-
(1)Artikel Kommunikation. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 12. Mai 2008, 09:45 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kommunikation&oldid=45943906 (Abgerufen: 18. Mai 2008, 20:32 UTC)

… das ist immer wieder meine Motivation 🙂 … und das Video ist empfehlenswert!

Rainer Helmes

Web 2.0 – Eigentlich

Silke Schümann bringt den Eigentlich-Nutzen des web 2.0 auf den Punkt.

Ein sehr empfehlenswerter Artikel! mit viel Stoff für Diskussionen 🙂

Zwei Punkte – die ich sofort unterschreibe! – möchte ich herausgreifen:

Der Wert eines Unternehmens liegt in dessen exklusiven Erfahrung. Damit ist die Kommunikation über das Knowhow schlicht kontraproduktiv, (…)

und

Mit den Systemen kann man spannende Dinge unternehmen und ich persönlich bin der Meinung, dass wir über den offenen und öffentlichen (publizistischen) Dialog via Web eine sehr spannenden und aufregende Öffnung hin zu mehr Toleranz und Verständnis haben. Ich bin überzeugt, dass man damit Geschäftsprozesse optimieren kann, erfolgreich Beziehungsmanagement mit Investoren, Kunden und Lieferanten betreiben kann, doch aktuell ist das Weblog und Web 2.0 für die early Adopter eine zweischneidige Klinge und längst nicht alles Gold, was man mit einem Weblog erlebt.

Auch ich kann Web 2.0 nicht uneingeschränkt empfehlen!

Web 2.0 ist ein Schlag-mich-tot-wort, das niemand wirklich richtig erklären kann! Nicht nur hier im Blog habe ich schon öfter über den Wahnsinn 2.0 gelästert (bitte immer die Ironie beachten 🙂 )))

Was ist Web 2.0? Hier gibt es 500! Antworten.

Der Nutzen der Internet-Technologie für kleine und mittelständische Unternehmen – sog. KMU – liegt in der Chance, ihre Geschäftsprozesse und Abläufe zu verbessern. Es geht darum, das „Leistungsdreieck“ der Organisation zu optimieren, die Eckpunkte sind: Kosten senken, Qualität steigern, Kundenzufriedenheit erhöhen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger!

Für mich steht „Web 2.0“ für ein erfolgreiches Beziehungsmanagement mit Investoren, Kunden, Lieferanten, …

In einem Weblog sollen natürlich keine Interna diskutiert werden. Das Blog bietet eine Möglichkeit (unter vielen), mit seinen Partnern und Kunden ins Gespräch zu kommen. Das Ganze nennt sich dann „Small Talk“ 🙂

Rainer Helmes

Ergänzung: Eine Diskussion über den Social Media Podcast (mp3-Datei) zur Frage „Wie weit befasst sich der Mittelstand in Deutschland bereits mit Social Media?“ wird auch auf dem Blog von Matthias Schwenk geführt.

Zweite Ergänzung: Um den Kreis zu schließen bzw. den Sack wieder zuzumachen, verlinke ich noch zusätzlich „Wie man sonst noch an den Nippeln von Mama Google saugen kann“ mit anschließender Diskussion: „Ein Weblog für die Akquise? Oder doch lieber eine „normale“ Hompage? … „.

Es bleibt spannend, die Entwicklungen zu beobachten! In 10-15 Jahren wissen wir mehr … 🙂

Mehrwert mit Links

Die gefühlte Publikationsdichte im Internet nimmt rasant zu. Die Überflutung mit Nachrichten auch. Die relevante Information herauszufiltern, wird mehr und mehr zu der eigentlichen Herausforderung.

Viele interessante Gedanken greife ich hier im Blog auf, andere kann ich mangels verfügbarer Zeit nicht so intensiv verfolgen.

Dafür kommt die neue Kategorie „Mehrwert mit Links“ 🙂 – heute:

Rainer Helmes

Ein Blog oder doch lieber eine „ganz normale“ Homepage?

Vor gut 10 Monaten habe ich gefragt „Corporate Blogs – uninteressant für kleine und mittelständische Unternehmen?

Damals war für mich klar: Corporate Blogs sind interessant für kleine und mittelständische Unternehmen!

Meine Einschätzung hat sich auch heute nicht geändert! Allerdings nutzen noch sehr wenige Mittelständler diesen Kommunikationskanal – Warum?

Die Angst vor „Verriss“ ist immer latent vorhanden – das kann ich verstehen!, hat aber noch nicht unbedingt was mit den Weblogs zu tun.

Wird dieser Kommunikationskanal „Weblog“ nicht genutzt, wird m.E. die Chance vertan, die Öffentlichkeitsarbeit wirksam zu unterstützen!

Aber ist ein Weblog immer die richtige Lösung?

Matthias Schwenk stellt auf seine Zielgruppe bezogen fest:

Die Irrelevanz meines Blogs beim Mittelstand: Was immer ich hier schreibe, es wird bei meiner eigentlichen Zielgruppe nicht wahrgenommen. Und daran dürfte sich auch noch auf längere Sicht nichts ändern. Noch vor einem Jahr war ich der festen Überzeugung, die Zeit sei reif für die Themen “Web 2.0? und “Enterprise 2.0? in deutschen Unternehmen. Heute sehe ich viel stärker die kulturverändernde Wirkung der Digitalisierung und denke, dass es bei uns noch sehr lange dauern wird (10 bis 15 Jahre?), bis wir Verhältnisse wie heute in den USA oder Japan haben werden. Mattias Schwenk

Kann ich nachvollziehen. Auch für mich stellt sich natürlich die Frage, für wen schreibe ich.

In erster Linie schreibe ich für mich selbst. Das hört sich komisch an – viele können das nicht verstehen – aber es ist so!: beim Schreiben kann ich meine Gedanken am Besten ordnen, und mir selbst einen Überblick und Klarheit verschaffen!

Ich nehme mir das Recht heraus subjektiv und auch ambivalent zu schreiben!

Und genauso freue ich mich auf Feedback – Feedback hilft, die Bodenhaftung zu behalten und Gedanken in eine richtige Richtung weiter zu entwickeln …

Eine statische Homepage erlaubt diese Kommunikation mit Kollegen, Partnern, Kunden u.a.m. nicht. Über dieses Blog und sonstige „Netzaktivitäten“ haben sich interessante Gespräche entwickelt. Diese „Netzgespräche“ will ich nicht mehr missen 🙂

Ich sage aber nicht, dass jetzt jedes Unternehmen bloggen muss; ganz im Gegenteil! Bevor ein Einzelunternehmer oder ein mittelständisches Unternehmen eine Web-Präsenz aufbaut, sollten mindestens die Zielfrage „Was will ich erreichen?“ und die Zielgruppenfrage „Wen will ich erreichen?“ absolut klar sein.

Weitere lesenswerte Artikel zum Thema „Blog-Akquise“:
Basic Thinking Blog: Blog als Akquiseinstrument?
Silkester erzählt: Wie man sonst noch an den Nippeln von Mama Google saugen kann

Rainer Helmes

Corporate Blogs – uninteressant für kleine und mittelständische Unternehmen?

Ich habe hier auf die aktuelle Studie „Elektronischer Geschäftsverkehr in Mittelstand und Handwerk – Ihre Erfahrungen und Wünsche 2007“ des Netzwerks Elektronischer Geschäftsverkehr hingewiesen.

Einen Punkt möchte ich herausgreifen:

Welche Bedeutung haben die verschiedenen Informations- und Beratungsangebote?

wgth

Ganz oben auf der Wichtigkeits- und und ziemlich weit oben auf der Zufriedenheitsskala stehen Websites mit Information und auf beiden Skalen ganz unten stehen Blogs – in der Studie irreführenderweise als „Webtagebücher“ bezeichnet.

Das überrascht mich – und überrascht mich auch wieder nicht.

Blogs sind zwar, wie es in der Studie heißt, „in aller Munde“, haben aber „im Business“ einen eher negativen Anstrich – Webtagebücher eben. Aber, wie lange haben die „normale Homepage“ und die E-Mail gebraucht, bis sie die heutige Bedeutung erlangt haben?

Wenn Sie sich selbst ein Bild machen wollen, dann …

… ist die Newcomer Business Blogserie genau das Richtige für Sie! Burkhard Schneider stellt in loser Folge Business Blogger und ihre Blogs vor. Eine Zwischenbilanz zieht er hier.

Meine Antwort auf die Eingangsfrage:

Corporate Blogs sind interessant für kleine und mittelständische Unternehmen!

Ich freue mich auf Ihre Meinungen, Anmerkungen usw. usw. in den Kommentaren und – wie immer – gerne auch per E-Mail 🙂 )))
Rainer Helmes