Das Internet ist alles, nur kein Neuland

Neue Wege gehen, gar nicht so einfach, vor allem dann nicht, wenn man auf eine funktionierende Technik angewiesen ist.

Frank Hamm und ich wollten ganz allgemein über das Internet sprechen, wie es war, wie es ist und wie es wird … einen Blick in die Glaskugel wagen. Aber wir hatten Probleme mit der Technik.

Das Internet, was ist das eigentlich? Wir sagen so einfach dahin: „ich gehe mal ins Internet“ oder „ich habe dieses oder jenes im Internet gelesen, gefunden, gekauft …“.

Das Internet: für die einen ein befremdlicher, unwirtlicher Ort und für die anderen das schönste Land der Erde.

Was mich allerdings irritiert, dass wir das Internet, das bereits mehr als 25 Jahre existiert und mit Sicherheit keine vorübergehende Erscheinung ist, immer noch ernsthaft als Neuland bezeichen.

Also ein neuer Anlauf:

Wie im Video angekündigt, verlinke ich hier weiterführende Artikel

Gemeinsam neue Wege gehen

Let’s talk about … Reichweite

und Twitterlisten

digitaltransformers von Frank Hamm

Neuland-Gestalter von Rainer Helmes

Blick über den Tellerrand von Rainer Helmes

sowie Facebooklisten

Enterprise20 von Frank Hamm

Neulandgestalter von Rainer Helmes

Sollte jemand fehlen, der unbedingt auf eine der Listen gehört, bitte melden; ich bin für jeden Hinweis dankbar.

Rainer Helmes

 

 

Alte Debatten – Neue Kultur?

Debatten sind nicht neu, aber verändern neue Plattformen unsere Debattenkultur?

Auch mit Hilfe dieses Artikels reflektiere ich wieder meine eigene „Social-Media-Nutzung“, und wie versprochen, teile ich meine Erfahrungen und Überlegungen; und ich freue mich über Kommentare und Anregungen „auf allen Kanälen“.

Nach Twitter und Facebook habe ich mir die Autorenplattform Pulse näher angesehen.

Kurzfassung

Wenn wir auf Autorenplattformen publizieren, wollen wir ‚Aufmerksamkeit‘ und ‚Reichweite‘ erzielen. Autoren verbreiten ihre Artikel auf diversen Social-Media-Kanälen – d.h. genau genommen sorgen die sog. Influencer für die Verbreitung. Die Beiträge werden dann z.B. auf Twitter oder Facebook diskutiert.

Welche Bedeutung hat dabei die ‚Reichweite‘? Wie kann ich diese definieren und messen?

Wir freuen uns über 1000 Textaufrufe; und mit 3000 Abrufen sind wir bereits der King?

Erreicht nicht jeder Bericht über ein Treffen des örtlichen Kaninchenzüchtervereins im Lokalblatt deutlich mehr Leser?

Die für mich wichtigste Frage ist, geht es wirklich nur um Masse – d.h. um die Anzahl der Leser? … um möglichst viele „Follower“?

Langversion

In den Anfängen – als „Social Media“ noch „Web 2.0“ hieß – gab es nur Blogs. Der Kreis war überschaubar, man lernte sich schnell kennen.

Und heute? Auch gutgemachte Blogs verschwinden in den schwarzen Löchern des Internet … und dann gibt es da noch „Social Media“ … und das ist  nochmal genau was?

Dazu heißt es auf Wikipedia.de:

Social Media (auch soziale Medien) bezeichnen digitale Medien und Technologien ([…]), die es Nutzern ermöglichen, sich untereinander auszutauschen und mediale Inhalte einzeln oder in Gemeinschaft zu erstellen. Der Begriff „Social Media“ wird aber auch für die Beschreibung einer neuen Erwartungshaltung an die Kommunikation genutzt […].*

Aber wo finde ich nun interessante Informationen zu meinen Interessen- und Fachgebieten? Und wie erfahre ich, welche Trendthemen gerade aufkommen?

Kann mir „Social Media“ dabei helfen?

Meine Antwort: Ein klares ‚Ja‘.

Dazu muss man sich allerdings mit den Tools beschäftigen, und man sollte auch wissen, was ein Hashtag ist, und wie man über eine entsprechende Suche seine Themen findet.

Auch – und gerade – aus Autorensicht ist eine begleitende Kommunikation via Social Media m.E. unerlässlich. Gute Beiträge alleine in das eigene Blog zu stellen und darauf zu warten, dass die Leser diesen ‚wertvollen Content‘ schon finden, reicht bei weitem nicht mehr aus.

Nach der langen Vorrede komme ich nun zu Pulse … und mein erster Eindruck aus Sicht des Lesers: ja, der Ansatz gefällt mir! Es gibt auch ein „Aber“: die Plattform ist austauschbar, ich kann auch ‚Medium‘ nehmen, vielleicht auch Facebook Notes, … ich werde überall nach Infos fanden … was ziehe ich vor? was ist besser? …  kann ich (noch) gar nicht sagen; ich denke, wir müssen wirklich Social Media als ‚Einheit‘ sehen.

So zum Beispiel: via Twitter bin ich auf einen kleinen Disput gestoßen, ausgelöst von dem lesenswerten Artikel:

New Work auf Irrwegen- eine Polemik gegen realitätsferne Visionen, Ursula Vranken

Die begleitende Debatte war auf Twitter und Facebook sehr schön zu verfolgen; und sehr interessant … es lohnt sich fast, aus den Tweets und Facebook-Kommentaren eine neue Story zu machen … (hier bietet sich Storify an, wenn die Twitterer einverstanden sind …)

Zum Thema folgten dann:

Was ist denn nun dran an „new work“, Guido Bosbach

und eine Replik:

Ganzheitliches Change-Gemurmel bringt keinen Wandel in Organisationen, Gunnar Sohn

Alle Artikel habe ich gerne gelesen, aber noch spannender waren die Kommentare und Anmerkungen auf Twitter und Facebook.

Entwickelt sich durch Social Media eine neue – eine andere – Debattenkultur?

Rainer Helmes

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*) URL: Wikipedia.de Seite „Social Media“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 4. November 2015, 12:33 UTC. (Abgerufen: 13. Dezember 2015, 17:58 UTC)

Wie ich Facebook lieben lernte

Was interessiert mich mein dummes Geschwätz von gestern. Ja, wirklich, ich wandle mich vom Saulus zum Paulus und werde zum begeisterten Facebook-Nutzer.

Wie denn das?

Facebook war für mich immer ein ‚Freundesnetzwerk‘, um mit verstreut lebenden Familienmitgliedern, Schulkameraden und Kommilitonen in Kontakt zu bleiben; berufliche Themen sollten m.E. außen vor bleiben.

Ich habe meine Meinung geändert, denn Facebook hat sich zu einem wichtigen – wenn nicht dem wichtigsten – beruflichen Netzwerk entwickelt, was nicht notwendigerweise bedeuten muss, dass jemand mit mehr als 1000 Kontakten auch 1000 wirkliche Freunde hat.

An Twitter hat mir die Offenheit gefallen; man kann interessanten Leuten folgen, ohne dass diese ‚zurückfolgen‘ müssen. Noch besser sind m.E. Twitterlisten; diese kann man selbst erstellen oder auch von anderen abonnieren.

Diese Twitterlisten möchte ich nicht mehr missen; und genau das geht auch mit Facebook. Man kann Profile* und Seiten in Listen zusammenfassen, ohne diese „befreunden“ oder „liken“ zu müssen.

Ich denke, mit Facebook werde ich auch noch klarkommen. Meine Liste ist ‚work in progress’…

Rainer Helmes

*) Anmerkung 10.12.2015: Ist man mit der Person nicht befreundet, dann lassen sich die öffentlich geteilten Beiträge nur dann in einer Liste anzeigen, wenn das Profil auch abonnierbar ist.

Mit (Twitter-)listen und der #-Ablage die Infoflut beherrschbar machen

Wie kann ich die Infoflut in den Griff bekommen? Wo finde ich die für mich relevanten Informationen?

Natürlich online. Am liebsten überall. Zu jeder Zeit.

Kurzfassung:

Zur Zeit basiert meine #-Ablage auf Twitter und den Twitterlisten. Der Aufbau ist „work in progress“ mit viel Versuch und Irrtum. Ich sehe in Twitter auch für die Zukunft noch viel Potenzial, wenn auch hier und da bereits die Twitterdämmerung herbeigeschrieben wird.

Facebooklisten nehme ich mir für später vor; hierzu hat Frank Hamm einen sehr guten Artikel geschrieben. Macht es Sinn, beides parallel zu nutzen?

Noch eine Anmerkung: da ich schon mangels Zeit nicht in der Lage bin, alles zu lesen bzw. zu sehen, was ich gerne möchte, ist es nur logisch, dass alle Anbieter und Portale aus meinen Übersichten fliegen, die mir die Informationsaufnahme künstlich erschweren.

Langversion:

Die ultimative Antwort auf die Eingangsfragen habe ich noch nicht gefunden; beim Schreiben des folgenden Textes versuche ich, eine brauchbare Methode zu entwickeln, um der Infoflut Herr zu werden; und nebenbei sage ich auch, warum eigentlich „#-Ablage“?

Die Zeiten sind lange vorbei, als mein Tag mit dem Lesen einer Tageszeitung begann und die ’19-Uhr-Heute‘ sowie die ’20-Uhr-Tagesschau‘ gesetzte Blöcke im Tagesablauf waren.

Dank Internet können wir heute direkt die Quellen anzapfen, wir müssen uns nicht mehr alleine auf die sogenannten Gatekeeper der ‚Alten Medien‘ verlassen. Ein wichtiger Fortschritt in meinen Augen.

Aber mit Verlaub: Sprüche wie

„Content ist King!“ und „Guter Content findet Dich!“

halte ich für den größten Quatsch.

Jeder einzelne von uns kann zum Sender werden, wenn er es will; aber nicht jeder wird gleich ein Influencer.

Einfacher war es so um das Jahr 2005 herum, als die Blogosphäre – unser damaliges Kleinbloggersdorf – noch sehr überschaubar war. Die wenigen Blogger haben sich gegenseitig verlinkt und lesenswerte Blogs über die sogenannte Blogroll weiterempfohlen. Kommentiert wurde direkt unter den Artikeln.

Manchmal habe ich den Eindruck, dass diese ‚guten alten Zeiten‘ noch viel weiter zurückliegen. Aber die Geschichte kann Robert Basic – Blogger der ersten Stunde – besser erzählen.

Kleinbloggersdorf – im oben skizzierten Sinne – gibt es heute nicht mehr; die Blogger werden entweder professioneller oder verschwinden vom Radar.

Für mich bedeutet das auch: viele Perlen finde ich nicht mehr, und das ist schade; aber die Zeit, die ich für die Suche nach relevanten Informationen einsetzen kann, ist begrenzt und die Medienlandschaft ist heute extrem zersplittert – Blogs, Magazine, Internetportale von internationalen Verlagen und TV-Sendern, Jedermann-TV und Youtube-Kanäle, Plattformen, die selbst wieder zu Verlagen werden wie Medium, LinkedIn oder auch Xing usw. usf..

Auch wenn mich der sprichwörtliche Sack Reis nicht interessiert, der irgendwo in China umfällt, kann ich unzählige Quellen finden, die genau darüber berichten.

Dieses Überangebot an Information hat Konsequenzen:

Ich benötige Filter (= Software-Tools), die mir eine Vorsortierung und Ablage für das spätere Lesen ermöglichen, und – ganz wichtig – ich brauche den Mut zur Lücke! Alles lesen, das geht nicht!

Die Ingredienzen für einen ersten groben Überblick sind der RSS-Reader – auch Feedreader genannt, das Folgen von interessanten Leuten auf diversen Kanälen wie Medium, LinkedIn, Pinterest, Instagram, Storify u.v.a.m. sowie der WordPress-Reader auf wordpress.com.

Z.Z. heißt mein wichtigstes Filterwerkzeug Twitter mit den Twitterlisten sowie der Suche nach diversen Hashtags; daher auch mein Begriff „#-Ablage“. Die Twitterlisten sind „work in progress“ – und daher nie vollständig.

Überraschung: Facebook nutze ich nicht sehr aktiv, die App habe ich vorerst gelöscht.

Ob Facebook mit den Facebooklisten mittelfristig Twitter und meine Twitterlisten ersetzen kann, kann ich noch nicht abschließend beurteilen. Die Chancen sehe ich heute bei 50:50. Ich denke nicht, dass ich Facebook und Twitter parallel verwenden werde.

Noch ganz am Anfang steht der Aufbau meiner „#-Ablage“, damit meine ich die Speicherung und Organisation der Artikel. Ich nutze z.Z. geräteübergreifend Pocket (ehem. Read it Later) und Evernote in der kostenlosen Basisvariante; aber auch Google Drive mit Docs sowie weitere Cloud-Dienste bieten sich an.

Für mich gibt es noch viel zu testen und zu lernen. Es würde mich freuen, wenn ich mit diesem Artikel Denkanstöße für weitere Diskussionen auf beliebigen Kanälen liefern konnte …

Rainer Helmes