NotizBlog

Das Blog? Brauche ich dieses Blog noch? Wozu? Was sonst?

Im Folgenden mache ich mir nicht nur Gedanken zum Blog, sondern reflektiere auch meinen ‚digitalen Werdegang‘ und meine Vorstellungen von einer ‚digitalen Transformation‘ der MiFoMM OHG.

In dieses Blog schreibe ich hin und wieder, wenn ich meine Gedanken sortieren will; und ich freue mich über Kommentare und Anregeungen, die mir eine andere Perspektive ermöglichen, ich freue mich über konstruktive Kritik, die mich weiterbringt.

Es war niemals mein Ziel, etwas über dieses Blog zu verkaufen, so spielte es für mich auch keine Rolle, wer meine Artikel liest; eigentlich interessierte mich auch nur, ob sie überhaupt gelesen wurden.

Oftmals war ich überrascht, wenn mich Bekannte oder Kollegen auf den einen oder anderen Artikel angesprochen haben.

Doch die meisten Dialoge im Bekannten- und Kollegenkreis verliefen eher so oder so ähnlich:

Ich: … dazu hatte ich in meinem letzten Artikel geschrieben …

Kollege: Ach, ja!? Deine Seite habe ich schon länger nicht mehr besucht.

oder:

Ich:  … übrigens hatte ich Dir vor x Wochen einen Hinweis hierzu über Deine Facebook-Seite geschickt …

Freund: Sooooo…???! Facebook habe ich schon über ein halbes Jahr nicht mehr aufgemacht …

Ja, auch das ist immer noch eine Realität, auch noch im 27. Jahr nach der Geburt des ‚WWW‘.

Am 12. März 1989 stellte Tim Berners-Lee erstmals sein Konzept vom World Wide Web vor. Was aus seiner Idee wurde …

Das Internet kenne ich noch aus Zeiten, als es das ‚WWW‘ noch nicht gab. Die Älteren unter uns werden sich vielleicht noch an Compuserve, das Usenet oder auch an das FidoNet erinnern.

Meine erste ‚Homepage‘ unter ‚helmes.de‘ ging 1998/99 online. Ich erinnere mich noch, dass die DENIC kurz zuvor die 500.000 .de-Domain registriert hatte.

Im Gegensatz zum Internet selbst, hatte ich zu ‚Social Media‘ immer ein ambivalentes Verhältnis; und mit Facebook bin ich bis heute nicht wirklich glücklich geworden.

Selbstkritisch muss ich im Nachhinein auch sagen, mit ‚Domus Apart‘ waren wir zu halbherzig in Sachen „Social Media“ unterwegs.

Alle diese Erfahrungen bringe ich jetzt in die ’neue‘ Firma ein:

Auch die MiFoMM OHG muss durch die ‚Digitale Transformation‘.

Und diesen laufenden Prozess will ich so transparent wie möglich kommunizieren.

Hierzu beschäftige ich mich auch gerade mit der Frage ‚Wo und wie publizieren?‘ Dazu passt es, dass Christian Henner-Fehr gestern den Artikel veröffentlicht hat:

Über Contentmarketing, Blogs und sinkende Zugriffszahlen

Christian habe ich um 2006 virtuell kennen und schätzen gelernt, ich lese seine  Artikel immer sehr gerne.

Zukünftig werde ich es – in etwa – so halten:

Das Einfach-Machen-Blog ist mein virtuelles Zuhause.

Hier im Einfach-Machen-Blog und auch mit Hilfe von Einfach-Machen-Hangouts sortiere ich weiter offen und öffentlich meine Gedanken; vielleicht kann der eine oder andere davon profitieren. Ich probiere dabei Neues aus; und natürlich freue ich mich auch über Kommentare und eine rege Beteiligung.

Auf der anderen Seite benötige ich als Berater für ‚Digitale Umsetzungsstrategien‘ auch professionelle Werkzeuge; und ja, die gibt es auch, teilweise kostenlos und teilweise als kostenpflichtige Premium-Dienste. Hier werde ich neu sortieren, insbesondere werde ich viel testen … u.a. auch, ‚wie?‘ und ‚wo?‘ ich ‚was?‘ publizieren kann – sowohl online als auch offline.

Der Google Dienst ‚Hangout on Air‘ eignet sich z.B. auch sehr gut  für professionelle Übertragungen und Aufzeichnungen. Mit diesem Dienst werde ich noch das eine oder andere ausprobieren.

Social Media, d.h. die ‚Facebooks‘ und ‚Twitters‘ nutze ich nicht mehr ‚privat‘, sondern betrachte diese Dienste ausschließlich durch die professionelle Brille.

Plattformen in all ihren Schattierungen – für Kommunikation, Kooperation, Kollaboration, Handel sowie Business im Allgemeinen – nehme ich besonders ins Visier.

Ich freue mich auch sehr, dass Gunnar Sohn mit der NEO15 ein neues Format etabliert, das den Plattform-Gedanken in den Mittelpunkt stellt: Matchen, Moderieren und Managen der Next Economy.

Leider schaffe ich es kommende Woche am 9./10. November nicht nach Bonn; ich bin gespannt auf ‚das Netzwerken danach‘: das Matchen geht weiter!

Rainer Helmes

 

Veröffentlicht von

Rainer Helmes

Ich bin Diplom-Ingenieur Elektrotechnik, Wertanalytiker nach DIN 69910 mit VDI-Zertifikat und ausgebildeter H.D.I.®-Trainer. Seit 2006 bin ich persönlich haftender Gesellschafter der MiFoMM OHG, Kreuztal.

4 Gedanken zu „Das Blog? Brauche ich dieses Blog noch? Wozu? Was sonst?“

  1. Ich betrachte meine Blogs als „Hub“, wo ich meine zentralen Gedanken schreibe. Allerdings gibt es mittlerweile (wieder) viele Drittplattformen wie Medium, Linkedin Pulse, Facebook Notes, wo auch längere Artikel ihren Raum finden. Xing scheint auch auf dem Trip zu sein.

    Dennoch werde ich weiterhin größere Artikel in meinen Blogs veröffentlichen. Und dann in Folge als Zweitverwertung auch woanders posten. Dabei bin ich mir bewusst, dass ich zu dem Rennen und dem Konkurrenzkampf um Aufmerksamkeit beitrage.

    Communities (wie die von Buffer) haben ihren großen Reiz. Und da sind Blogs von einzelnen Personen doch einfach im Nachteil. Eine Lösung habe ich allerdings auch nicht.

    Social Media Plattformen wie Twitter und Facebook sind für mich eine Mischung aus persönlicher und fachlicher Mischung. Da spielt vieles eine Rolle (z.B. unsere Freunde aus Hawai’i, von denen aber auch viele in Social Web, Marketing und PR unterwegs sind).

    Dazu kommen aber zunehmend Messaging-Plattformen, die alle nicht eindeutig nur 1:1 oder 1:n oder n:n sind. Ich bin in einigen Slack-Communities, HipChat gehört inzwischen auch zu meinem „Kommunikationsportfolio“. Nicht zu vergessen die mobilen Plattformen wie WhatsApp.

    Insgesamt fragmentieren die Kommunikation und auch die Kollaboration immer mehr in kleinere Kreise. Auf die Frage „Wo soll das alles noch hinführen?“ weiß ich allerdings keine Antwort.

    Und weil das alles so verteilt ist, werde ich den Text hier noch auf meinem Schreibenden posten 😀

  2. Danke für die Erwähnung in Deinem Beitrag, Rainer. Ich brauche mein Blog, ähnlich wie Frank, auch als Ort, an dem ich meine eigenen Gedanken formuliere und weiterentwickle. Da spielen nicht nur Marketingaspekte eine Rolle. Ob das bei allen so ist, kann ich nicht sagen, aber bei mir ist das Blog ein wichtiger Bestandteil des Workflow.

    Du schreibst, Du wolltest mit diesem Blog nichts verdienen. Direkt nicht, aber indirekt schon, oder? Ich habe mit meinem Blog auch noch nie Geld verdient. Aber ich bin über mein Blog gefunden worden und aus dem Kontakt heraus hat sich dann ein Auftrag ergeben. Insofern sollte man die Rolle eines Blogs nicht unterschätzen.

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