Google und das Vergessen

Dass die Diskussion um „das böse Google“ teilweise sehr stark am eigentlichen Thema „Schutz der persönlichen Daten und der Privatsphäre“ vorbeigeht, nervt mich ziemlich.

„Was juckt mich mein Dummes Geschwätz von gestern?!“ – ein beliebter Spruch – nicht nur bei Politikern..

Ja, wenn denn da nur das böse Google nicht wäre!

Google vergisst nicht! Immer noch finde ich Texte und Äußerungen von mir im Netz, die aus längst vergessenen Zeiten stammen – von 2004 oder noch älter. Vieles würde ich heute anders sagen oder auch anders machen. Also muss Google diese Zitate löschen, oder!?

Aber bitte, bitte, liebes Google, nur Negatives löschen!, das Positive hebe deutlich hervor! … (ich hoffe, jeder versteht die Ironie).

Nicht umsonst heißt es, „Weine nicht über verschüttete Milch.“; ist die Milch erst verschüttet, bringt sie niemand – auch nicht das höchste Gericht – zurück in die Flasche.

Einen lesenswerten Artikel hat RA Arno Lampmann verfasst: Der EuGH, Google und das „Recht auf Vergessen“

„Datenschutz beschäftigt sich somit mit der Verarbeitung zutreffender Daten über eine Person. Die Verbreitung unwahrer Daten ist bereits auf ganz anderer gesetzlicher Grundlage unzulässig, und hat mit der Idee des Datenschutzes grundsätzlich nichts zu tun.“

🙂 Rainer Helmes