Virtuelle Freunde

Twitter ist mehr ein Tool, um sich mit denen auszutauschen, die ich schon vorher kannte. Bei denen, die ich in Twitter kennenlerne, bleibt die gewohnte Distanz wie im RL, wo man sich flüchtig trifft, bisschen Smalltalk führt und sich wieder aus den Augen verliert. Kein Connect. Robert Basic

Ja, so sehe ich das auch. Über das Blog bzw. den regen Austausch in Kommentaren hier und auch auf anderen Blogs habe ich interessante Netzbekanntschaften machen dürfen 🙂

Viele Blogger meine ich bereits gut zu kennen – inwieweit ein Treffen mein Bild bestätigt – oder eben auch nicht – ist für mich auch gar nicht die Frage. Dieser Austausch im virtuellen Raum ist eine wertvolle Bereicherung, und – zugegeben – mir würde etwas fehlen, wenn es diese Möglichkeit morgen nicht mehr gäbe.

Ich freue mich, möglichst viele meiner Netzbekannten auch persönlich kennenzulernen. Aber das ist keine Voraussetzung für eine gute und anregende – virtuelle – Kommunikation!

Im Gegenteil, ich kann mir gut vorstellen, dass manche Bilder, die wir uns von unseren virtuellen Freunden machen, so daneben liegen, dass die Eine oder der Andere nach einem Treffen sehr enttäuscht nach Hause geht …

Im sog. Web 2.0 gibt es viele Möglichkeiten, Bekanntschaften zu schließen. Niemand muss dazu selber Blog-Artikel verfassen. Wichtig ist, dass man selbst offen ist für andere Meinungen und aufrichtiges Interesse an der anderen Person zeigt.

Nur „Kontakte“ in den sog. Business-Netzwerken Xing bzw. LinkedIn zu sammeln oder beliebig viele „Freunde“ bei Facebook hinzuzufügen, reicht da m.E. bei Weitem nicht aus.

Die ‚Twitter-Kommunikation‘ – mit der Beschränkung auf 140 Zeichen – ist in meinen Augen ein netter Small Talk: ich sage ‚Hallo …‘ – das kann zu mehr führen oder auch nicht …

… oder wie Robert schreibt: „Twitter ist mehr ein Tool, um sich mit denen auszutauschen, die ich schon vorher kannte.“

🙂 Rainer Helmes