Gespräche im Internet

Schauen Sie sich die diversen Gruppen in den Netzwerken an, lesen Sie Blogs und beteiligen Sie sich an Gesprächen. Und haben Sie keine Angst, etwas Falsches zu schreiben! Es geht fast nie um richtig oder falsch, sondern ganz häufig um Erfahrungen, um das Teilen von Wissen. Christian Henner-Fehr

Danke für den tollen Artikel! Diese ‚Steilvorlage‘ nehme ich sehr gerne auf.

Die von Nina Simon beschriebene Vorgehensweise ist m.E. völlig richtig …

The simplest way is to be a commenter—to follow blogs and sites related to your institution and share your own observations and helpful tips. Nina Simon

und sehr zeitaufwendig!

Auch ich mache die Erfahrung, dass meine Zeit leider nicht reicht, um auf alle interessanten Blogartikel, Tweets, Dents, FriendFeed u.v.a.m. einzugehen und diese richtig zu würdigen. Vom Schreiben eigener Artikel mal ganz abgesehen …

Und dazu kommt, dass sich eine ‚Web 2.0 (Gesprächs-)Kultur‘ gerade erst entwickelt, mit eigenen ‚Spielregeln‘ und ‚Gesetzen‘.

Zu Zeiten der ersten Internet-Präsenzen war es noch recht einfach.
Da war dann ein Sohn bzw. eine Tochter des Inhabers oder eines Mitarbeiters und es hieß schnell mal: „Hey, Du machst doch was mit Internet?! Mach mal eben schnell unsere ‚Hohmpädsch‘ …“

Und wenn damals, so um 1997/98, 100 Besucher vorbeigekommen sind – im Monat wohlgemerkt -, dann war das schon viel!

Was ist seitdem passiert: eine Webseite hat jedes Unternehmen … und!? … eine statische Webseite haut keinen mehr vom Hocker; denn: Märkte sind Gespräche.

Dennoch wird ‚web 2.0′(*) von einem relativ großen Teil der mittelständischen Unternehmen abgelehnt. Warum?

(* kurz zur Definiton: „Das Konzept ‚Web 2.0 / Social Computing‘ bezeichnet keine neue Technologie, sondern eine neue Form der öffentlichen Zusammenarbeit und Interaktion zwischen gleichberechtigten Akteuren über das Internet.“)

Mir fallen zwei ernst zu nehmende Argumente ein:

1. der Zeitfaktor; wer kann die rasante Entwicklung im Bereich ’sozialer Kommunikation‘ noch wirklich nachvollziehen?

2. die Gespräche lassen sich nicht kontrollieren; d.h. auch, dass die begonnenen Gespräche von anderen – fremden – Personen aufgenommen und auf anderen Weblogs bzw. Community-Sites wie u.a. FriendFeed fortgesetzt werden. Es ist nicht einfach, allen Diskussionen zu folgen.

‚Web 2.0‘ bedeutet für uns alle einen großen Lernprozess, d.h. machen, machen, machen, … der Appetit kommt beim Essen!

Und so zum Üben ist es m.E. auch eine gute Idee, eine eigene ‚Übungsplattform‘ aufzubauen. Einfach, um zu erfahren, wie es sich anfühlt, wenn man ins Internet schreibt … ich habe mit der ‚Ebene 2‘ angefangen und würde es wieder so machen! Egal, ob 5, 50 oder 500 Leser auf die Seite kommen, man erhält Feedback und man schwimmt sich frei. (Feedback muss man natürlich auch anfordern, sprich Bekannte, Freunde, Kollegen um Feedback bitten.)

Ganz nebenbei *kann* ein Weblog eine ideale Plattform sein, sich bzw. sein Unternehmen als Spezialist für … zu präsentieren.

Sehr gut gefällt mir das Beispiel von Frank Hamm, seinen Lebenslauf als Visitenkarte ins Netz zu stellen.

Heißt das jetzt, dass alle ein eigenes Weblog aufsetzen sollen?

Ja und Nein! – typische Antwort eines Beraters 🙂 Das hängt natürlich von der Persönlichkeit und den Zielen ab. 🙂

In diesem Sinne wünsche ich uns allen viel Spaß und viele neue Erkenntnisse bei unseren Gesprächen im Internet

🙂 Rainer Helmes

Das Community-Engagement der Generation V

GenerationV-080812 by Rainer Helmes

Jeremiah Owyang weist auf eine interessante Analyse von Gartner hin. Gartner beschreibt die „Generation Virtual“ (Generation V) , die sich nicht über Demografie (Alter) definiert, sondern ausschließlich über die Art und Weise, wie sie mit der Technologie – sprich den sog. neuen Medien – umgeht.

„Unlike previous generations, Generation Virtual (also known as Generation V) is not defined by age — or gender, social demographic or geography — but is based on demonstrated achievement, accomplishments and an increasing preference for the use of digital media channels to discover information, build knowledge and share insights. Generation V is the recognition that general behavior, attitudes and interests are starting to blend together in an online environment.“

Innerhalb dieser Generation V unterscheidet Gartner ‚creators‘ (= Gestalter), ‚contributors‘ (= Moderator / Unterstützer), ‚opportunists‘ (= Nutzer) und ‚lurkers‘ (= Zuschauer) anhand ihres Engagements in Communities wie folgt:

  • Up to 3 percent of individuals will be creators, providing original content and can be advocates that promote your product and services.
  • Between 3 percent and 10 percent of individuals will be contributors, essentially followers, who add to the conversation, but don’t initiate it. They can recommend products and services as customers move through a buying process, looking for purchasing advice.
  • Between 10 percent and 20 percent of individuals will be opportunists, who can further contributions regarding purchasing decisions. Opportunists can „add value“ to a conversation that’s taking place, while walking through a considered purchase.
  • Approximately 80 percent of individuals will be lurkers (and all users start as such), essentially spectators, who reap the rewards of online community input, but only absorb what is being communicated. However, they can implicitly contribute and validate indirectly reporting the value from the rest of the community.

Folgende Grafik veranschaulicht den Zusammenhang:

gartner-generation-virtual-engagement-levels-june-2008

Abbildung: Marketing Charts – Gartner’s Generation V Quadrant

Die Demografie komplett auszuklammern, halte ich zumindest für den deutschen Kulturraum für gewagt; ich denke, die prozentualen Verteilung variiert je nach Altersstrukter der Gruppe. Jüngere sind sicher eher bereit, sich aktiv in einer Community zu engagieren.

Die dargestellte Tendenz entspricht aber auch meinen Beobachtungen. Wer Produkte und Dienstleistungen über Communities promoten (lassen) will, sollte diese Zusammenhänge beachten. Notwendige Voraussetzung für den erfolgreichen Aufbau einer Community ist eine hinreichend große Zahl Unterstützer und Nutzer …

Rainer Helmes

VM Aktuell : Wertanalyse und Value Management

kurz gebloggt: Sie können unseren aktuellen Newsletter für Wertanalyse und Value Management auch hier herunterladen:

VM aktuell – Newsletter für Interessierte und Anwender von Wertanalyse / Value Management – Ausgabe 2, Juli 2008 (PDF 1,4MB)

Viel Spaß bei der Lektüre

Rainer Helmes