Stöckchen – was bringt das Blog?

Karin Janner meint, es wird Zeit, dass ich wieder mal was schreibe 🙂 Ja, und wo sie Recht hat …

Wenn man viele Blogs dazu bringen möchte, sich zu einem bestimmten Thema zu äußern, kann man einen “Stöckchenwurf” starten.

Das Ganze funktioniert nach dem Kettenbrief-Prinzip:
Der Initiator entwirft einen Fragenkatalog, beantwortet die Fragen als erstes selbst in seinem Blog und wirft sie dann als “Stöckchen” mehreren Blogs zu. Wer so ein Stöckchen erhält, macht einen hübschen Blogeintrag zur Beantwortung der Fragen und wirft es wiederum weiter.
Über Trackbacks kann man verfolgen, wer das Stöckchen gefangen und wohin er es weitergeworfen hat.
Der Initiator sammelt auf seiner Seite die Stöckchen wieder ein (also die Links zu allen Blogeinträgen der Stöckchenfänger) und wertet die Antworten aus bzw. fasst sie zusammen.

Auch wenn dieses Blog kein Marketing-Blog ist, will ich das Stöckchen gerne aufnehmen.

(also Michael van Laar, ein paar Gedanken außerhalb der Wertung 🙂 )))

Seit wann gibt es das Blog?

Seit Februar 2006 – erster Eintrag: Weblog statt Website.

Was war der Auslöser, um das Blog zu starten?

Ich experimentiere gerne; „mal was Neues“ war damals die Losung. Das Internet ist mein Hobby, mit dem ich mich seit ca. 1990 beschäftige (ja, das war noch vor den WWW-Zeiten 🙂 )))

Anfang 2006 bin ich auf das Weblog von Martin Röll gestoßen (leider beendet). So etwas wollte ich auch probieren. Ich habe WordPress installiert und erste Artikel geschrieben. Dann habe ich die ersten Blogs in die Blogroll aufgenommen … und sofort darauf erhalte ich die ersten Kommentare 🙂 – Blogs sind eine schöne Spielwiese in den Weiten des WWW … die Möglichkeiten faszinieren mich heute noch …

Welchen Zweck hat das Blog?

Meine Hauptmotivationen sind a) meine Gedanken zu ordnen und b) zu Diskussionen anzuregen.

Das heißt: ich schreibe meine Gedanken zu Themen, die mich gerade beschäftigen, um durch das Niederschreiben „einen klaren Kopf“ zu bekommen (dadurch wird mir manches erst richtig klar); und ich freue mich immer über Rückmeldungen.

Viele nützliche Informationen ziehe ich „aus dem Netz“; über mein Blog möchte ich auch wieder Informationen an die Netzgemeinde zurückgeben.

Das Blog hat viele Änderungen mitgemacht … und die Entwicklungen sind noch lange nicht abgeschlossen. (nebenbei: die Domain – helmes.de – nutze ich seit 1997)

Das Blog möchte ich dennoch nicht als „Corporate Blog“ bezeichnen. Siehe auch: Corporate Blog Debatte – Reaktionen und Fazit.

Was hat das Blog bisher „gebracht“?

Viel Spaß und viel Arbeit … (Ja, auch wenn es keiner glauben will: es war und ist nicht mein primäres Ziel, mit diesem Blog Geld zu verdienen; wobei manche Kontakte mit Geld gar nicht aufzuwiegen sind 🙂 )))

Interessant sind immer die Reaktionen auf meine implizierte Frage „was ist im Internet machbar?“ Einen lustigen Artikel bzgl. meiner Experimente hat Robert Basic verfasst: Wenn sich die Webseite hinter dem Weblog versteckt 🙂

Und natürlich fließen alle Erfahrungen auch in meine tägliche Arbeit mit ein, die ich im Internet und mit „Web 2.0“ mache.

Zu der „Relevanz“ habe ich auch hier etwas geschrieben: Die Relevanz der deutschen Blogs.

Fazit: Das Blog erfüllt alle meine – expliziten und impliziten – Erwartungen 🙂 )))

Das Stöckchen werfe ich ziellos in die Runde; jeder kann die Chance ergreifen …

Rainer Helmes

Was ist Enterprise 2.0? – vielleicht eine Managementmethode für den Mittelstand?

Ein Schlagwort macht die Runde: Enterprise 2.0.?! – Was heißt das eigentlich? Je mehr Leute Sie fragen, desto mehr Antworten werden Sie bekommen. Es ist so wie mit „Web 2.0“ – (So gibt es 500! Antworten auf die Frage Was ist Web 2.0.)

Wikipedia definiert wie folgt:

Enterprise 2.0 bezeichnet den Einsatz von Sozialer Software zur Projektkoordination, zum Wissensmanagement und zur Innen- und Außenkommunikation in Unternehmen. Diese Werkzeuge fördern den freien Wissensaustausch unter den Mitarbeitern, sie erfordern ihn aber auch, um sinnvoll zu funktionieren. Der Begriff umfasst daher nicht nur die Tools selbst, sondern auch eine Tendenz der Unternehmenskultur – weg von der hierarchischen, zentralen Steuerung und hin zur autonomen Selbststeuerung von Teams, die von Managern eher moderiert als geführt werden.(1)

Naja … Enterprise 2.0 ist wirklich spannend – z.B. wenn man es über „die selbstlernende Organisation“ definiert 🙂

Für mich steht „Enterprise 2.0“ für „das vernetzte und offene Unternehmen“.

Nun vernetzt ist klar, denke ich, aber was heißt „offen“? Im Berater- und Trainernetzwerk OPTeAM ging das geflügelte Wort um „Wer nach allen Seiten offen ist, kann nicht ganz dicht sein!“. Auch richtig – irgendwie. Offenheit ist eine Gratwanderung – siehe hierzu auch meinen Artikel Kommunikation und Privatsphäre (mit besonderem Augenmerk auf das Johari-Fenster 🙂 ))).

Der kanadische Managementguru Don Tapscott sagt es so:

Wir stehen an einem historischen Wendepunkt der Geschäftswelt, an der Schwelle zu dramatischen Veränderungen der Organisation, Innovation und Wertschöpfung. Offene, vernetzte Unternehmen setzen auf Kollaboration als neue Grundlage der Wettbewerbsfähigkeit. Quelle: Business-Webs ersetzen Unternehmen

Nun, wenn ich „Enterprise 2.0“ höre, denke ich – wie viele andere sicherlich auch – zunächst an große Unternehmen und Konzerne – und hierunter finden sich auch einige bekannte Namen, die „die neue Managementmethode“ umsetzen.

Dabei ist es auch gerade der (kleine) Mittelstand, der von Enterprise 2.0 sehr stark profitieren kann!

Eine starke Vernetzung mit Partnern, Lieferanten und Kunden – und eine Kultur der Offenheit; zu Letzterem gehört allerdings auch der Mut, einfach loszulassen! Ich weiß … die große Angst vor Kontrollverlust geht um!?! Diesbzgl. wünsche ich mir mehr mutige Unternehmer 🙂

Ob Enterprise 2.0 nun eine Managementmethode ist, darüber lässt sich trefflich streiten – mit den Möglichkeiten und den Werkzeugen sollten sich kleine und große Mittelständler allerdings beschäftigen!

Rainer Helmes

(1)Artikel Enterprise 2.0. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 8. Juni 2008, 15:34 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Enterprise_2.0&oldid=47024821 (Abgerufen: 16. Juni 2008, 08:23 UTC)