Mehrwert mit Links

Kurz und knapp – (meine Zeit reicht im Moment leider nicht für mehr):

Mehrwert mit Links“ 🙂 heute:

Spannende und interessante Diskussionen rund um die ‚Relevanz‘ von  Corporate Blogs. Auslöser war Ralf Schwartz mit seiner heftigen Kritik am Daimler Blog.

hier ging es los:
Warum das Daimler Blog (noch) irrelevant ist!

Kommentar von Uwe Knaus:
http://ralfschwartz.typepad.com/mc/2008/09/daimler-blog.html#comment-129628836

Kommentar per Twitter:
http://twitter.com/Signal77/statuses/913847902

weitere Klarstellung von Ralf Schwartz:
Daimler Bashing um Visits zu generieren!

Diskussion bei Matthias Schwenk:
Fehlende Relevanz? Das Daimler-Blog von der mediaclinique seziert

Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach zu Relevanz

Viel Spaß bei der Lektüre
🙂 Rainer Helmes

Veröffentlicht von

Rainer Helmes

Ich bin Diplom-Ingenieur Elektrotechnik, Wertanalytiker nach DIN 69910 mit VDI-Zertifikat und ausgebildeter H.D.I.®-Trainer. Seit 2006 bin ich persönlich haftender Gesellschafter der MiFoMM OHG, Kreuztal.

30 Gedanken zu „Mehrwert mit Links“

  1. Björn Negelmann hat auf seinem Notizblock ebenfalls schön zusammengefasst: " target="_blank">“ target=“_blank“>“ target=“_blank“>http://notizblog.socialwebworld.de/2008/09/10/wan… Interessant ist zudem, dass die mediaclinique während der ganzen Diskussion einen respektablen Technorati-Hüpfer von Platz 4.614.223 auf Platz 221,036 gemacht hat.

  2. Das ist ein wichtiger Punkt: es geht natürlich auch immer um Aufmerksamkeit: Guten Inahlt zu produzieren ist das Eine, eine breite Öffentlichkeit zu erreichen das Andere. Ich bin froh, dass Ralf Schwartz diese Diskussion um – ich nenne es mal vereinfacht so – 'Qualität und Relevanz' in die Blogospäre bringt. Es ist genau die Diskussion, die ich auch im 'RL' erlebe, wenn das Thema 'Blogging' zur Sprache kommt. Man kann die Schwartz'sche Erwartungshaltung teilen; muss es aber nicht! In Ihrem Kommentar haben Sie überzeugend dargestellt, dass es sehr wohl auch eine andere gleichwertige Art der Fokussierung gibt. Ich stimme voll zu! Dennoch wirft Schwartz viele diskussionswürdige Fragen auf; Fatal finde ich allerdings folgende Aussage, die eine leider weit verbreitete Ansicht widerspiegelt:

    "Vor allem aber möchte ich nicht lesen, daß 'wir alle dies erst lernen müssen' (unter: Hier bloggen Mitarbeiter). Wer es noch lernen muß, soll es lernen, aber nicht so öffentlich. Jeder Auszubildende lernt auch erstmal in einem abgeschlossenen Biotop, und wird langsam auf die Realität vorbereitet, so er sich ihr würdig erweist."

    Fatal deshalb, weil die Motivation geraubt wird. Zu Recht wird heute das 'lebenslange Lernen' propagiert; zu Recht wird immer wieder darauf hingewiesen, dass eine einmalig durchlaufene Ausbildung nicht mehr für das gesamte Berufsleben ausreicht. Nobody is perfect – aber nicht jeder heißt Nobody :))) Und gerade das sog. Web 2.0 mit allen seinen Chancen und Herausforderungen ist für die meisten von uns 'Neuland'. Ja, m.E. ist das Internet eine große 'Spielwiese' mit fast unbegrenzten Möglichkeiten, die wir ganz unvoreingenommen testen und nutzen sollten!

  3. Auch mir ist das Thema mit der "Qualität" durch den Kopf gegangen, aber in einer anderen Ausprägung. Ich kann ja durchaus eine Meinung haben wie Rolf Schwartz und diese kundtun. Das kann dann jemand lesen, und wenn es ihm nicht passt, dann kann er dazu etwas schreiben oder auch nicht. Das ist Web 2.0. Aus Sicht von jemandem, der im Unternehmen für ein Thema verantwortlich ist und sich wirklich um das Thema "Qualität" kümmern möchte, würde ich dann aber sofort nach Zahlen, Daten und Fakten fragen, die diese Meinung unterstützen. Und hier hat Matthias Schwenk einen sehr schönen Anfang gemacht. Und schon diese "rough indication" (das Thema "Performance-Indikatoren" für Blogs entsteht ja gerade erst) belegt, dass man sich um die kundgetane Meinung nicht ernsthaft kümmern muss. Qualität hat u.a. etwas mit der nachweisbaren Erfüllung von Erwartungen und Zielsetzungen zu tun. Ich halte den Ausgangspost für eine sehr clever gemachte virale Kampagne. Zumindest deuten einige Fakten darauf hin 🙂

  4. Der Hinweis auf die "sehr clever gemachte virale Kampagne" ist völlig richtig und absolut treffend 🙂 Es gibt keinen Mittelweg … entweder man produziert still vor sich hin (und keinen interessiert es), oder man macht mit Pauken und Trompeten auf sich aufmerksam.

  5. Rainer, ich weiß nicht. Wenn die Pauken und Trompeten gar gräßlich verstimmt sind wird die Musik nicht gut ankommen. Publicity um jeden Preis sollten professionelle "Berater" doch eher vermeiden – nicht aus Duckmäusertum, sondern weil zu einem gesunden Klientenverhältnis auch die Sicherheit gehören sollte, nicht irgendwann im Internet an den Blog-Pranger gestellt zu werden … Ich denke daher auch dass wir hier zum einen einer clever angeleierten viralen Kampagne auf den Leim gehen, zum anderen dabei erschreckend wenig Reflektionsfähigkeit demonstrieren. Man hätte auch gleich hinterfragen können welche Ziele mit dem Ursprungsposting verfolgt werden, da gibt es ja mehrere, manche offenkundig, manche etwas versteckter. Eigenes Denken und Reflektionsfähigkeit kann so IMO nicht durch – wie auch immer geartete "Relevanzkriterien" wie Technorati-Ranks o.ä. substituiert werden. Insofern widerspreche ich hier @Joachim. Solche Qualitätskriterien mögen eine erste Hilfe sein um als "corporate blogging manager" o.ä. eine grobe Vorauswahl über die Sachen zu bekommen auf die man reagieren sollte, aber sind sicher keine absolute Leitlinie. Auch Blogger mit eigentlich verschwindend geringer Rezeption können Beiträge und Ideen haben, die u.U. – und wenn es schlecht läuft ganz schnell – aus dem Ruder laufen können und von vielen anderen aufgenommen und weitergetragen werden. Das Gegenargument von Matthias ("niedriger Rank" von H. Schwartz) ist also nicht so ganz tragfähig. So, im Moment tragen wir alle den Schwartz'schen Virus weiter – und der reibt sich die Hände und dankt für so viel Ertrag aus so wenig Input.

  6. Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: ich teile die Schwartz'sche Kritik am Daimler Blog nicht! Aber ich kann auch nicht erkennen, dass hier irgendwer an den "Blog-Pranger" gestellt werden soll. Viele der von Schwartz angesprochenen Punkte sind m.E. diskussionswürdig – auf der 'Sachebene' (siehe das Vier-Ohren-Modell von Friedemann Schulz von Thun). Und Uwe Knaus hat in seinem direkten Kommentar auch sehr gut dagegen gehalten 🙂 "So, im Moment tragen wir alle den Schwartz'schen Virus weiter – und der reibt sich die Hände und dankt für so viel Ertrag aus so wenig Input." Wollen wir die offene Kommunikation – auch mit andersdenkenden – oder wollen wir sie nicht? Ja, das ist eine rhetorische Frage 🙂 – die Schwartz'schen Kritikpunkte können und sollen m.E. diskutiert werden – ganz emotionslos! Denn er ist nicht der einzige, der so denkt. Auch für uns Blogger bietet die selbst-kritische Auseinandersetzung mit diesen Fragen eine Chance, aus einer bestimmten Ecke der öffentlichen Wahrnehmung heraus zu kommen. Und wenn dabei sein Blog in der Technorati-Rangliste aufsteigt? – who cares? 🙂 )))

  7. Aus meiner Sicht gibt es zwei Wege, zu einer Aussage über Themen wie Qualität/Relevanz eines "Objektes" zu gelangen: Entweder man hat ein valides Modell, aus dem man eine Bewertung ableiten kann. Das ist eher etwas für diejenigen, die ihre Bewertung (wissenschaftlich) ableiten möchten. Oder man hat Zahlen, Daten und Fakten. Das ist dann eher eine Argumentationslinie für Entscheidungsträger in den Unternehmen (wobei ich aber (a) nicht behaupten möchte, dass der Technorati-Rank die zentrale Metrik für einen Blog-Performance-Indikator ist und (b) eine Verbindung beider Formen einer Bewertung in irgendeiner Form bevorzugen würde). Ein anderer Weg ist mir bislang noch nicht untergekommen. Im Schwartz'schen Beitrag finde ich weder das eine noch das andere. Daher fand ich es eine interessante Meinungsäußerung, aber keine valide Beurteilung der Qualität/Relevanz des Daimler Blogs. Wenn ich den Virus-Faktor mal auf auf die Ebene der Blog-Performance-Indikatoren bringe: mit Sicherheit bleibt jetzt mehr Aufmerksamkeit und Traffic jetzt bei Rainer Helmes hängen. Und das ist ja auch ok, er hat mit seiner Zusammenstellung der Diskussion das Feld vorbereitet.

  8. Nun ja, die (rhetorische) Frage musst du mir nicht stellen – mein Kommentar oben war doch eindeutig. Und Joachim Niemeier hat ja auch sehr Recht, eine persönliche Meinung darf man gerne haben und auch veröffentlichen. Die ganze Sache hat ja erst durch die Rezeption überhaupt an Relevanz gewonnen – bis hin zu dem Punkt an dem auch H.Knaus, @luebue und andere reagieren mussten. Das haben sie zum Glück sehr gut, weil sachlich und offen, gemacht. Schlechtestensfalls bleibt auf der CEO-Ebene nämlich doch hängen, dass man "den Bloggern" eh nichts recht machen kann (und dass Experimente im Social Web sehr gefährlich sind). Und das würde dem Experiment (ja, so sehe ich das, meine persönliche Meinung) Daimler-Blog und damit vielen gerade angedachten Unternehmensblogs sehr schaden. Und entschuldige bitte meine blumige Sprache, mit "Blog-Pranger" meinte ich die ursprüngliche Kritik, natürlich nicht die Diskussion hier. Dass die mediaclinique auch Futter für eine sachliche Diskussion liefert steht außer Frage, aber es waren doch auch einige unnötige Spitzen enthalten (was soll bspw. die Forderung nach IMHO aktienrechtlich bedenklichen Infos im Blog? Björn Negelmann hat hier schon das wesentliche gesagt, Link siehe oben). Also, sachliche Analyse sieht für mich anders aus – entsprechend verkneife ich mir auch etwaige Kommentare rund um irgendwelche Pranger und diskutiere hier.

  9. Die rhetorische Frage habe ich auch eher ganz allgemein gestellt 🙂 – und natürlich auch allgemein beantwortet 🙂 Der Eindruck, "dass man 'den Bloggern' eh nichts recht machen kann", ist – leider – auch so bereits weit verbreitet – nicht nur auf der CEO-Ebene. Gerade deshalb freue ich mich, wenn die Diskussion in dieser Art im Netz stattfindet und sich viele – auch gerade Unternehmer und CEOs – beteiligen. Das kann dann nur das 'Blogging' insgesamt nach vorne bringen.

  10. ach so … und auf die Spitzen muss man natürlich auch hinweisen! Auch deshalb meine Anregung zur 'Sachebene' zurück zu kehren. Das ist auch Schwartz in seinem 2. "Klarstellungsposting" nicht gelungen – Chance vertan!?

  11. Stimmt, ist ja auch thematisch gut eingeordnet, schließlich geht es hier um "Change Management". Übrigens, ich finde es immer wieder interessant wo sich die Diskurse entwickeln und wie dabei miteinander umgegangen wird. Auch ein Teil von Blog-Kultur. Mit den Herangehensweisen an Metriken stimme ich überein, das ist auch mein Weltbild, wobei ich grundsätzlich die erste (wissenschaftlich? oder nur vernünftig?) Herangehensweise sehr sympathisch finde. Modelle lassen sich an der Verwendbarkeit messen, das ist ein erprobter Zugang. Und letztlich macht man das auch wenn man "Zahlen, Daten und Fakten" (wir hören da doch alle das alte Motto "if you can't measure it you can't manage it' heraus – oder?) bevorzugt. Die Modelle wirken dann zwar eher unbewusst, bleiben aber dennoch wirksam. Es geht also nicht ohne Modelle, Annahmen und Erwartungen – eben deshalb sollte man Zahlen und Statistiken mit (etwas) Überlegung kombinieren, und sei es nur um zu verstehen genau welche man zugrundelegt … ps. und so machen wir aus einem belanglosen Posting (und einer zu emotionalen Diskussion anderswo) einen Diskurs zu spannenden wissenschaftstheoretischen Fragen. Fast wie Wasser zu Wein, nicht wahr?

  12. @Rainer: Hatte ich auch gar nicht vor. Irgendwer – bestimmt nicht ich – hat meinen Text zum Klarstellungsposting gemacht. Ein langer Kommentar folgt, ich weiß, aber es gibt ja auch viel zu sagen: Danke allen Diskutanten ersteinmal für ihre Meinungsäußerung! Manches ist auch nicht auf der Sachebene, aber das ist manchmal schwierig, weil das Verlassen so einfach ist. Vielleicht gibt es bei 'RElevanz' gar keine 'Sachebene'!? 1 – Aus meinem Monolog zum Daimler Blog wurde ein Gespräch zwischen luebue, uknaus und mir. Es haben sich also der Edelman, der Daimler Blog Moderator und meine Wenigkeit fernschriftlich unterhalten. Keiner von uns hatte jemanden eingeladen, sich einzuklinken. Dabei hätte es bleiben können. In einer entschleunigteren Welt hätte man sich vielleicht getroffen und face to face to Bier weiterdiskutiert. 2 – bwl2.0 faßte zusammen (nichts dagegen zusagen) und kassierte 30 Kommentare. Eben jene Diskutanten machten daraus ein Volksfest und erzählten jedem davon. Das durchschnittliche Blog mißt an diesem Traffic seinen Erfolg. Also übertreibt jeder ein bißchen und dann paßt es schon, nicht wahr? 3 – Längst diskutiert man nicht mehr das eigentliche Thema "Warum das Daimler Blog (noch) irrelevant ist!", weil das niemanden interessiert. Viel spannender ist doch, darüber zu schwatzen, daß da einer mit Provokation einen "respektablen Technorati-Hüpfer von Platz 4.614.223 auf Platz 221.036 gemacht hat." Interessant ist, daß keiner diese Tatsache infragestellt. Man sollte dies aber tun, denn wie soll man mit drei Blogs, die über einen berichten (helmes.de, bwlzweinull.de und notizblog.socialwebworld.de) – ohne diesen 3 weh tun zu wollen – einen Hüpfer von 4,4 Millionen Plätzen machen??? (Nach einem Mail an Technorati übrigens, einem Ping und dem Wissen um die Historie des Typepad-Blogs mediaclinique war klar, daß Technorati einen Linkfehler hatte (einen Linkhänger sozusagen) und die 4Komma Millionen eine ururalte Zahl ist. Sorry an die zahlengläubigen Viral-Verschwörungs-Theoretiker. Und – an die gleiche Adresse: Da wir nicht im Web geboren sind, kann es sein, daß wir virtuell noch jung in Zahlen, real aber erfahren sind. Damit könnte es sein, daß die Zahlen der virtuellen Welt nichts über Relevanz in der realen Welt aussagen. Denen, die eher auf Inhalt stehen, sei gesagt, daß ein Blick auf die sonstigen Texte der mediaclinique weitaus mehr virales Potential zutage gefördert hätte, als es der Text zum Daimler-Blog liefert. Diesmal haben einfach die falschen – also die richtigen – Leute die Diskussion begonnen und weiterbefördert. Das war unnötig, geschuldet zwar der in der mediaclinique-Mission angesprochenen Erhöhten Erregbarkeit und Hyperaktivität einer ganzen Branche, aber unnötig. …

  13. … 4 – Die Diskussion um Relevanz ist zu wichtig als daß sie abschweifen sollte auf meine Viralität. Das ist ein Nebenkriegsschauplatz und ich denke, Logik und vor allem Respekt sollten erlauben, einer Meinung Relevanz beizumessen, ohne wirklich zu wissen, ob jemand anderes sie bereits für relevant hält. Was sind das für Argumente? Einzelfall, der keine Ahnung hat und kein Ranking? Selbst wenn die Moderatoren ihrer Blogs Rainer Helmes (helmes.de) und Matthias Schwenker (bwlzweinull.de) versuchen, die Diskussion zu retten bzw. zurück in die richtige Richtung zu bringen, nämlich auf die Frage nach der Qualitäts- und Relevanz-Diskussion, ist dieselbige schnellstens wieder bei dem anscheinend spannenderen Thema, mit welchen Argumenten verdammt nochmal können wir Ralf Schwartz jede Ahnung und Relevanz(!) absprechen! Wie können wir ihn loswerden? Wie können wir seinen Einwurf loswerden? Relevanz ist so ein schwieriges Thema. Wir haben uns so schön an Zahlen gewöhnt. Wir wollen nicht das Neue denken. Wir wollen nicht infragestellen. Schon gar nicht uns selbst. Danke all denen, die es trotzdem tun! Wir sind viel zu zahlengläubig geworden. Dinge, die sich nicht mit Zahlen belegen lassen, existieren entweder nicht, oder sind irrelevant(!) – damit aber macht man es sich zu einfach. Damit verpaßt man Chancen. Man kann nicht warten, bis etwas meßbar wird. Gerade heutzutage, wo sich die Erde immer schneller unter unseren Füßen dreht – ist es doch die Kunst, ohne Zahlen ein Gefühl haben zu können, das einen nicht trügt, ein Gefühl, das auf Erfahrung beruht. So etwas nennt sich Intuition, Mustererkennung, idealerweise (aber sehr selten) Weisheit. 5 – An alle CEOs – die gerade in Deutschland oft die Hosen voll haben – man soll es bloß keinem Blogger recht machen! Man muß seinen eigenen Weg finden. Man wird ihn gehen müssen, weil man sonst morgen weg vom virtuellen Fenster ist. Aber man muß ihn nicht um jeden Preis gehen. Das Blog muß ein Ort unterschiedlicher Meinungen und des respektvollen Austausches sein können. Das Blog – wie das gesamte Net – ist eine einzige Iteration. Wir wandeln uns, werden gewandelt, und wandeln andere. In der Natur nennt man das Evolution. Die Blogs brauchen die Iteration, deshalb heißt es in meiner Überschrift auch "(noch) nicht relevant". Je mehr man sich intellektuell an einem Blog reiben kann, desto relevanter ist es für den Einzelnen (falls luebue hier mal vorbeikommt). Desto mehr wird aus dem Blog eine Persönlichkeit mit Charakter. Wir brauchen Persönlichkeiten mit Charakter. Abziehbilder und Fähnchen im Wind haben wir da draussen und hier drinnen schon genug. Ich will mich einem Blog anvertrauen können und mich dort sicher fühlen. Nicht im Datenschutz-Sinne, sondern auf der Konversations- und Ergebnis-Ebene, auf der Ich-kann-dort-über-mich-Hinauswachsen-Ebene. Angst vor der Meinung anderer macht keinen großen CEO, macht keine großen Produkte und Marken, macht keine große Kommunikation und auch kein großes Blog. Die Sachebene ohne Emotionen übrigens auch nicht. In diesem Sinne!

  14. Ralf, zunächst einmal sage ich – ohne auf den Inhalt einzugehen, bzw. diesen irgendwie zu bewerten – Danke für die ausführliche Stellungnahme!

  15. … und nun zu den einzelnen Punkten: zu 1: Sie führen einen 'Monolog', das ist gut gesagt 🙂 Sie schreiben eine – ja durchaus heftige – Kritik ganz offen ins Internet und wundern sich, dass 1. die angesprochenen Personen direkt reagieren und 2. diese Kritik auf ein großes öffentliches Interesse stößt? Mit Verlaub, diese Argumentation kann ich nicht nachvollziehen. Vielleicht hätten Sie Herrn Knaus zu einem Bier einladen sollen, bevor Sie Ihren Artikel an die große Glocke gehängt haben … zu 2: s.o., bei diesem Thema mussten Sie mit einem großen Interesse innerhalb der Blogosphäre rechnen! zu 3: Sie haben dargelegt, warum das Daimler Blog für Sie noch! keine Relevanz besitzt – Ihr gutes Recht! – Für andere ist das Daimler Blog relevant; also alles eine Frage der Definition. Dass die Diskussion teilw. emotional geführt wurde und aus dem Ruder gelaufen ist, liegt nicht nur an den "zahlengläubigen Viral-Verschwörungs-Theoretikern". Wenn Sie schon vorab Technorati auf den "Linkhänger" hingewiesen haben, dann spricht das auch nicht gerade dafür, dass Ihnen die Zahlen völlig gleichgültig sind. zu 4: Sie haben Recht, dass wir viel zu zahlengläubig geworden sind. Und ich stimme zu, dass jeder für sich herausfinden muss, was er für relevant hält – relevant, wozu auch immer. Uwe Knaus hat verständlich und nachvollziehbar deutlich gemacht, dass er sich auf eine Zielgruppe fokussiert, die andere Relevanz-Kriterien hat als Sie. Und in der Rolle des 'Relevanz-Diskussions-Opfers' gefallen Sie mir auch nicht. zu 5: hier sprechen Sie die eigentlich 'relevanten' (Kritik-)Punkte an. "An alle CEOs – die gerade in Deutschland oft die Hosen voll haben – man soll es bloß keinem Blogger recht machen!" In welche Schublade stecken Sie 'die Blogger'? "Man muß seinen eigenen Weg finden. Man wird ihn gehen müssen, weil man sonst morgen weg vom virtuellen Fenster ist. Aber man muß ihn nicht um jeden Preis gehen." Ich stimme zu und in Abwandlung des Zitates eines bekannten Herausgebers muss man sagen: "… und immer an die Zielgruppe denken!" Und dass das Blog 'ein Ort unterschiedlicher Meinungen und des respektvollen Austausches sein muss', sollte selbstverständlich sein … … in diesem Sinne wünsche ich uns eine offene und auch kontroverse Diskussion, die uns in der Sache weiterbringt.

  16. Und ich sage auch erst mal "Chapeau" – meine Kritik mit den unnötigen Spitzen im Ursprungsposting nehme ich zum Teil zurück. Wer mit Verve und Herzblut schreibt, darf auch (manchmal? immer?) übers Ziel hinausschießen. So denn, danke für den Anstoß zu einer anregenden Diskussion und eine ausführliche Stellungnahme.

  17. @martin: Vielen Dank. Für die Teilnahme. Herzblut: Immer – aber nie über das Ziel hinaus. @rainer: zu 1 – hatte mich nicht gewundert, nur konstatiert. Die Diskussion war dann schon okay. zu 2 – nein, weil es zu den knapp 130 Texten davor auch nie diese Welle gab. zu 3 – Das Delta machte mich stutzig und tatsächlich war mein Default-Blog früher ein anderes als die mediaclinique (nämlich rsc // reviews & reflections). Das ist aber ein knappes Jahr her und Technorati war noch auf dem alten Stand. Wollte die Zahl hier richtig stellen, damit Neublogger nicht zu große Erwartungen an Sprünge haben. zu 5 – Die Blogger suchen sich idealerweise jeder seine/ihre Schublade selbst. Das habe ich hier erläutert: "Der deutsche Blog-Spießer 2.0" (unter: " target="_blank">“ target=“_blank“>“ target=“_blank“>http://ralfschwartz.typepad.com/mc/2008/09/blogsp… Allen ein Schönes Wochenende!

  18. der Link zum "Blog-Spießer 2.0" oben funktioniert nicht – habe ihn hier korrigiert: “ target=“_blank“>http://ralfschwartz.typepad.com/mc/2008/09/blogsp… Ein lesenswerter Artikel – jeder Blogger kann seine Schublade finden 🙂 Mir gefällt diese Definition sehr gut: "Das Blog muß nicht zweinullig sein – was immer das sein mag. Das Blog ist Konversation. Und die wird umso intelligenter, je weniger deskriptiv der Inhalt ist."

  19. @Rainer: Danke für die Korrektur. Sehr aufmerksam. … hoffentlich stolpert jetzt keiner über mein "… was immer das sein mag" und versucht, es mir zu erklären, nur weil ich das obligatorische 'Semikolon, Bindestrich, Klammer zu' weggelassen habe. Hayungs Hierarchie gefällt mir gut. Punkt.

  20. ja, ja … Kommunikation ist eins der schwersten … … in diesem Sinne: einen erfolgreichen Arbeitstag und ein schönes Wochenende 🙂 Rainer

  21. Wenn ich das richtig sehe, war der Kommentar von uknaus bei der mediaclinique und der Hinweis von Signal77 der Auslöser der ganzen Diskussionen/Auseinandersetzungen bei Schwenk, dem Haltungsturner und auf diesem Blog. Die Kommentatoren spekulieren über eine geplante Aktion von Herrn Schwartz um seinen Bekannheitsgrad zu erhöhen, philosophieren über Relevanz, diskutieren und streiten sich. Es geht fast immer um Herrn Schwartz. Dieser verteidigt oder rechtfertigt sich und provoziert hin und wieder ein wenig. Die Diskussion bleibt im Gang! Das hilft. Und inzwischen ist er bekannter als vor der Aktion. Das kann niemand bestreiten. Technoratifehler hin oder her. Aber was niemand bislang wundert, ist doch die Tatsache, dass die Diskussionen zwar von Ralf Schwartz ausgelöst wurden, jedoch nicht bei der mediaklinique selbst stattfindet. Sie finden an anderen Orten statt, an denen die Kommentare sofort sichtbar sind. Auf der mediaclinique wäre eine solche Diskussion gar nicht möglich, da die Kommentare moderiert werden und so lange nicht sichtbar sind, bis sie von Herrn Schwartz freigeschaltet werden. Wer mag da schon kommentieren? Wovor fürchtet sich Ralf Schwartz?

  22. Von Hölzchen auf Stöckchen Für mich ist diese Diskussion i.O., auch wenn sie an der einen oder anderen Stelle etwas "off topic" sein sollte …

  23. "Wovor fürchtet sich Ralf Schwartz?" Vielleicht vor Leuten, die keinen vollen oder richtigen Namen, keine Mailadresse, keine Website, keine URL hinterlassen? Vor Leuten, die sich selbst fürchten, ihren Namen zu nennen, charles? Nenn mich altmodisch, aber ich melde mich sogar noch mit meinem vollen Namen, wenn das Telephon klingelt.

  24. ja, diese gesamte – über mehrere Blogs verteilte – Diskussion ist ein schönes Beispiel für eine gelungene 'Kommunikation 2.0' :)))

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