Ein Blog oder doch lieber eine „ganz normale“ Homepage?

Vor gut 10 Monaten habe ich gefragt „Corporate Blogs – uninteressant für kleine und mittelständische Unternehmen?

Damals war für mich klar: Corporate Blogs sind interessant für kleine und mittelständische Unternehmen!

Meine Einschätzung hat sich auch heute nicht geändert! Allerdings nutzen noch sehr wenige Mittelständler diesen Kommunikationskanal – Warum?

Die Angst vor „Verriss“ ist immer latent vorhanden – das kann ich verstehen!, hat aber noch nicht unbedingt was mit den Weblogs zu tun.

Wird dieser Kommunikationskanal „Weblog“ nicht genutzt, wird m.E. die Chance vertan, die Öffentlichkeitsarbeit wirksam zu unterstützen!

Aber ist ein Weblog immer die richtige Lösung?

Matthias Schwenk stellt auf seine Zielgruppe bezogen fest:

Die Irrelevanz meines Blogs beim Mittelstand: Was immer ich hier schreibe, es wird bei meiner eigentlichen Zielgruppe nicht wahrgenommen. Und daran dürfte sich auch noch auf längere Sicht nichts ändern. Noch vor einem Jahr war ich der festen Überzeugung, die Zeit sei reif für die Themen “Web 2.0? und “Enterprise 2.0? in deutschen Unternehmen. Heute sehe ich viel stärker die kulturverändernde Wirkung der Digitalisierung und denke, dass es bei uns noch sehr lange dauern wird (10 bis 15 Jahre?), bis wir Verhältnisse wie heute in den USA oder Japan haben werden. Mattias Schwenk

Kann ich nachvollziehen. Auch für mich stellt sich natürlich die Frage, für wen schreibe ich.

In erster Linie schreibe ich für mich selbst. Das hört sich komisch an – viele können das nicht verstehen – aber es ist so!: beim Schreiben kann ich meine Gedanken am Besten ordnen, und mir selbst einen Überblick und Klarheit verschaffen!

Ich nehme mir das Recht heraus subjektiv und auch ambivalent zu schreiben!

Und genauso freue ich mich auf Feedback – Feedback hilft, die Bodenhaftung zu behalten und Gedanken in eine richtige Richtung weiter zu entwickeln …

Eine statische Homepage erlaubt diese Kommunikation mit Kollegen, Partnern, Kunden u.a.m. nicht. Über dieses Blog und sonstige „Netzaktivitäten“ haben sich interessante Gespräche entwickelt. Diese „Netzgespräche“ will ich nicht mehr missen 🙂

Ich sage aber nicht, dass jetzt jedes Unternehmen bloggen muss; ganz im Gegenteil! Bevor ein Einzelunternehmer oder ein mittelständisches Unternehmen eine Web-Präsenz aufbaut, sollten mindestens die Zielfrage „Was will ich erreichen?“ und die Zielgruppenfrage „Wen will ich erreichen?“ absolut klar sein.

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Rainer Helmes

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Rainer Helmes

Ich bin Diplom-Ingenieur Elektrotechnik, Wertanalytiker nach DIN 69910 mit VDI-Zertifikat und ausgebildeter H.D.I.®-Trainer. Seit 2006 bin ich persönlich haftender Gesellschafter der MiFoMM OHG, Kreuztal.

5 Gedanken zu „Ein Blog oder doch lieber eine „ganz normale“ Homepage?“

  1. Hallo Christian,

    zunächst muss ich präzisieren: natürlich schreibe ich für meine Leser, niemand spricht gerne gegen eine Wand 😉 und ich freue mich über Feedback! Allerdings habe ich keinen „journalistischen“ Anspruch, eine bestimmte Leserschaft (=Zielgruppe) zu erreichen. Ich suche eigentlich mehr den „zwanglosen“ Small Talk. (Im Idealfall bringen meine Gedanken mich und meine Leser weiter 🙂 )))

    Und ja, genau diese Kommunikation sollte m.E. auch ein sog. Corporate Blog auszeichnen. Ich will in Blogs keine geschliffenen Pressemitteilungen lesen, sondern die Menschen hinter der Geschichte / hinter dem Unternehmen kennenlernen.

    Es geht beim Bloggen um eine authentische Kommunikation – um dieses große Wort gelassen auszuschreiben 🙂

    Und nochmal ja, ich bin überzeugt, dass Unternehmen sich diese offene und ehrliche Kommunikation leisten können und auch leisten müssen, um der einen oder anderen PR-Krise entgegenzuwirken …

    Allerdings ist ein Weblog kein Ersatz sondern nur eine Ergänzung zu der „normalen“ bzw. „herkömmlichen“ Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

    Rainer Helmes

  2. ok, das sehe ich dann auch so. Ich denke, die Authentizität ist der entscheidene Unterschied zur Medienberichterstattung. Mir persönlich geht es aber sehr wohl darum, mich mitzuteilen. Nur für mich selbst zu schreiben wäre mir eindeutig zu wenig. Und ich wüsste dann auch nicht, wie ich den Bezug zu meinen geschäftlichen Aktivitäten herstellen kann.

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