Jugendsünden vergessen machen

Ich bin Martin Oetting dankbar, dass er die folgende Frage aufwirft:

Bloggerregeln – was tun mit veralteten Beiträgen?

Das Internet vergisst nicht!„, ist eine Drohung, die nicht nur Unternehmern den Angst-Schweiß auf die Stirn treibt.

Richtig ist, dass ein Artikel bereits unmittelbar nach seiner Erstveröffentlichung auf unzähligen Servern zwischengespeichert wird, die zudem noch weltweit verteilt sind. Ein Zurücknehmen, d.h. ein komplettes Löschen, ist technisch nicht mehr möglich; und jede Änderung an dem Artikel bedeutet, dass von nun an verschiedene Versionen im Umlauf sind.

Nun steht eine Jugendsünde im Netz und das Internet vergisst nicht.

Was kann ich tun, wenn ich nach Monaten oder Jahren feststelle, dass ein von mir veröffentlichter Artikel nach heutigem Wissensstand eine Person oder ein Unternehmen falsch darstellt bzw. in ein falsches Licht rückt?

(Anmerk.: Ich betone ausdrücklich, dass der Artikel, den wir uns beispielhaft vorstellen, zum Zeitpunkt der Veröffentlichung korrekt recherchiert und nach damaligem Wissensstand absolut in Ordnung war!)

Jeder Mensch und jede Organisation hat das Recht, sich zu ändern, zu bessern und Jugendsünden vergessen zu machen

Dem sollten auch wir Blogger Rechnung tragen.

Ich lösche in diesen Fällen alle Artikel bzw. Passagen in meinem Blog, die „vergessene und abgehakte Jugendsünden“ beschreiben. Ggf. setze ich an dieser Stelle (Permalink!) noch den kurzen Hinweis „Aufgrund neuer Erkenntnisse gelöscht!“; oder ich schreibe bzw. verlinke einen neuen Artikel.

Rainer Helmes

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Rainer Helmes

Ich bin Diplom-Ingenieur Elektrotechnik, Wertanalytiker nach DIN 69910 mit VDI-Zertifikat und ausgebildeter H.D.I.®-Trainer. Seit 2006 bin ich persönlich haftender Gesellschafter der MiFoMM OHG, Kreuztal.

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