Angst vor dem bösen Internet?

Warum fürchten manche Unternehmen das Internet? – Deshalb!

Anmerkung: Ich habe sehr lange gezögert und überlegt, ob ich diesen für das genannte Unternehmen nicht schmeichelhaften Artikel verlinken soll. Ich stehe zu keiner der beteiligten Personen und Unternehmen in irgendeiner Geschäfts- oder sonstigen Beziehung. M.E. besteht ein übergordnetes Interesse an der Berichterstattung; ich will keine Sau durch irgend ein Dorf treiben, sondern exemplarisch zeigen, welche kommunikativen Herausforderungen auf Unternehmen zukommen und welche Konsequenzen zu ziehen sind.

Nun der Reihe nach: Ein Unternehmen streitet mit einem Kunden – die Diskussion eskaliert – Anwälte müssen es richten … und das alles erscheint mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit irgendwann irgendwo im Internet, zusammen mit weiteren Bewertungen anderer Kunden – z.B. bei Qype – wie in unserem Beispiel.

Fakt ist: Unternehmen beschäftigen Menschen, Menschen machen Fehler, Punkt.

Fakt ist auch: Negative Bewertungen von Produkten, Dienstleistungen und Unternehmen verbreiten sich sehr rasch im Internet, Punkt.

Jeder von uns kennt wahrscheinlich Personen, die den Bewertungen von Produkten und Dienstleistungen im Internet große Bedeutung beimessen – Tendenz steigend, d.h. auch im Umkehrschluss, dass Unternehmen (positive) Bewertungen im Internet brauchen, um auch zukünftig noch wahrgenommen zu werden!

Und es ist nach meiner Erfahrung auch so, dass negativen Bewertungen eher Glauben geschenkt wird, während positive Bewertungen häufiger angezweifelt werden.

Fazit: Unternehmen müssen lernen, mit ihren Kunden offen und öffentlich zu kommunizieren! Daran führt m.E. kein Weg vorbei.

Durch eine authentische Kommunikation können negative Bewertungen zwar nicht immer verhindert werden, aber das Unternehmen vermeidet es so, in die Defensive zu geraten.

Immer mehr Käufer „googeln“ nach Produkten, Dienstleistungen und Unternehmen, bevor sie sich entscheiden. Deshalb werden (positive!) Bewertungen m.E. mehr und mehr zu einem „must have“.

Rainer Helmes

Ergänzung am 15. Mai 2008: passend zum Thema: Bewertungsplattformen für Ihr Marketing nutzen –  auch im Kunst- und Kulturbereich? Christian Henner-Fehr gibt folgenden Tip: „ …  vielleicht schauen Sie erst mal auf Qype nach, ob Sie nicht dort bereits zu finden sind? Immerhin sind dort deutschlandweit schon mehr als 1.400 Museen und 400 Theater & Kabaretts aufgelistet. Das ist zwar noch nicht die Welt, aber alleine ist man dort auch nicht mehr.

Veröffentlicht von

Rainer Helmes

Ich bin Diplom-Ingenieur Elektrotechnik, Wertanalytiker nach DIN 69910 mit VDI-Zertifikat und ausgebildeter H.D.I.®-Trainer. Seit 2006 bin ich persönlich haftender Gesellschafter der MiFoMM OHG, Kreuztal.

Ein Gedanke zu „Angst vor dem bösen Internet?“

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