Weblog Kommunikation

Die Diskussion zu „Unternehmerisches Denken“, die sich gerade beim JobBlog und beim Excellence Blog entwickelt, finde ich spannend.

Marcel Widmer – JobBlog – schreibt:

Einfach fantastisch, wie sich in Weblogs über weite Distanzen interessante und erhellende „Diskussionen“ entwickeln können!

… dem habe ich nichts hinzuzufügen 🙂

Gerade Berater nutzen diese Möglichkeiten noch viel zu wenig. Hier verschenken wir noch sehr viel an wertvollem Potenzial.

Dennoch wage ich heute schon die Prognose, dass Weblogs als Mittel der Unternehmenskommunikation mittelfristig noch wichtiger und unverzichtbarer werden, als es die E-Mail heute schon ist.

Auf Ihre Kommentare zu dieser – gewagten? – These freue ich mich sehr.

Veröffentlicht von

Rainer Helmes

Ich bin Diplom-Ingenieur Elektrotechnik, Wertanalytiker nach DIN 69910 mit VDI-Zertifikat und ausgebildeter H.D.I.®-Trainer. Seit 2006 bin ich persönlich haftender Gesellschafter der MiFoMM OHG, Kreuztal.

4 Gedanken zu „Weblog Kommunikation“

  1. Lieber Herr Helmes,

    ich glaube auch, dass Blogs eine sehr spannende und lebendige Kommunikationsform im Internet sind. Ob größere Unternehmen die Strukturen haben, authentisch zu bloggen wage ich allerdings zu bezweifeln.
    Vielmehr zeichnet sich insbesondere in Coporate America die Tendenz ab, erfolgreiche Blogger zu kaufen. So wie dies seit vielen Jahren mit Test-Mustern und anderen Nettigkeiten bei Journalisten getan wird :-\ Ob das zieht kann ich nicht sagen. Unserer Presse behauptet ja, trotzdem unabhängig zu berichten.
    Aber es zeigt, dass viele große Unternehmen die unkontrollierte Kommunikation ihrer Mitarbeiter scheuen, wie der Teufel das Weihwasser und deshalb mit „bewährten Mitteln“ an die Sache herangehen.

    Ein Verbesserungsvorschlag: Ich hätte gerne einen Trackback auf Ihren Blog gemacht, leider wurde mir der Link dazu nicht angeboten 🙁

  2. Hallo Herr Lietz,

    danke für Ihren ausführlichen Beitrag und besonders für Ihren Verbesserungsvorschlag!!!!

    Besser als Trackback gefällt mir Pingback. Wenn Sie einen Beitrag veröffentlichen werden alle Seiten die Sie verlinkt haben, automatisch „gepingt“, d.h. ohne dass Sie irgendeine URL in irgendein Feld eintragen müssen.

    Als Trackback-URL können Sie auch nachträglich den Permalink eintragen, das sollte eigentlich funktionieren.

    Sie haben drei wesentliche Punkte angesprochen, die alle ein eigenes Forum verdienen:

    1) wie und wann entsteht ein gutes „Weblog-Klima“ in einem Unternehmen?

    2) muss es „Blog-Richtlinien geben, und wie müssen diese gestaltet sein, so dass die Blogger „authentisch“ bloggen?

    3) ist es sinnvoll, externe Blogger einzukaufen?

  3. Hallo Herr Helmes,

    vielen Dank für den Hinweis über Pingback. Das war mir so nicht präsent. Ich werde es beim nächsten Mal ausprobieren.

    Zu (1): Damit WebBlogging für Unternehmen funktioniert, müßten die betreffenden Mitarbeiter von ihrem eigenen Unternehmen begeistert sein und stolz auf das Geleistete. Ein Unternehmen, dass diese Kriterien erfüllen könnte ist Apple. Allerdings gehört zum Nimbus von Apple auch immer das geheimnisumwitterte „next big thing“. Die Blogger dürften also nur die Köder auswerfen, um die Leser auf das Kommende neugierig zu machen. Ich halte das für äußerst schwer einzuhalten.
    Zu (2): Jeder Anstellungvertrag enthält eine Geheimhaltungsklausel. Würden sich alle daran halten, dann wüßten wir nicht, was unsere Partner und Freunde bei der Arbeit machen. Das Ganze in ein Blog zu schreiben ist allerdings von einer ganz anderen Qualität. Authentizität hat auch etwas mit Offenheit zu tun. Diese ist heute nicht erlaubt und aus Sicht der Unternehmen auch wenig sinnvoll. Blog-Richtlinien können und dürfen das aus Sicht der Kommunikationsverantwortlichen auch nicht aufweichen.
    Zu (3): Karl Popper haben wir das Denkmodell der rationalen Rekonstruktion zu verdanken. Es besagt, wenn ein Verhalten dauerhaft auf einem Markt beobachtbar ist, dann muss es rational sein. Journalisten sind in vielerlei Hinsicht nicht so unabhängig wie Blogger. Auf der anderen Seite sind wir alle empfänglich für Aufmerksamkeiten. Auch wenn wir uns sagen, dass wir uns nicht beeinflussen oder beeindrucken lassen, unterbewußt und damit außerhalb unserer Kontrolle passiert es doch. Es könnte also auf kurze Sicht durchaus sinnvoll sein, Blogger einzukaufen. Wie sich das auf die Popularität der Betreffenden auswirkt, bleibt dann wohl abzuwarten 🙂

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