auch Manager tun es

„Manager bloggen und buhlen um Gunst“, titeln die VDI nachrichten von heute.

Gleichzeitig wird gewarnt: „Tagebücher und andere Online-Journale im Internet sind ein Renner [..] Doch nicht alles, was der Führungskraft durch den Kopf geht, gehört dorthin, sonst kann die Karriere zu Ende sein.“

Warum eigentlich? Ist diese „Vorsicht“ typisch deutsch?

Der Autor zieht das Fazit: „Die Manager-Weblogs sind daher auch nur bedingt aufregend.“

Muss das so sein? Natürlich müssen sich auch und gerade Manager und Führungskräfte an Spielregeln halten, sie haben auch eine Vorbild-Funktion.

„Web-Tagebücher sind ein Minenfeld. Jeder Satz will hier gut überlegt sein [..] Und als ob das noch nicht reicht, haben Firmen wie IBM obendrein spezielle Blogging-Richtlinien aufgestellt.“

M.E. liegen gerade in den „Blogging-Richtlinien“ auch Chancen. Sie dürfen nicht fesseln und knebeln, sondern sie müssen auch kreative Freiräume schaffen.

Der Münchner Kommunikationsberater Klaus Eck kritisiert zu Recht, „Chancen werden oft nicht gesehen, verleugnet, weil es einfacher ist, als sich mit einer relativ neuen, vernetzten Kommunikationslösung wie Blogs auseinanderzusetzen“.

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Veröffentlicht von

Rainer Helmes

Ich bin Diplom-Ingenieur Elektrotechnik, Wertanalytiker nach DIN 69910 mit VDI-Zertifikat und ausgebildeter H.D.I.®-Trainer. Seit 2006 bin ich persönlich haftender Gesellschafter der MiFoMM OHG, Kreuztal.

3 Gedanken zu „auch Manager tun es“

  1. Ich glaube die Ursache hierfür liegt noch wesentlich tiefer. Die Studie Euro2006 habe ich mir neulich gerade angesehen und darüber geschrieben. Mangel an Konzepten und vor allem Kreativität war da ein wesentlicher Punkt.

    Ergenisse zu Studie Euro 2006

    Ein Weblog verlangt aber meiner Meinung nach auch eine Art Unternehmenskommunikation, die sehr offen, vertrauensvoll und nah am Kunden geführt wird. Die momentane Praxis scheint hier wohl auch zu einigen Interessenskonflikten zu führen.

  2. In seiner *lesenswerten* Zusammenfassung der Studie EuroBlog 2006 unterstreicht Jörg Petermann -einfach persönlich Weblog- den eigentlichen Engpass, wenn es um den Einsatz von Weblogs im Business geht.

    Vielen Dank für diesen interessanten Beitrag!

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