Online Identitäten – Wer bin ich?

Jeden Tag stoße ich auf eine neue “Community-Seite”, auf der ich mich der Netzgemeinde vorstellen soll.

Online-Reputations-Management nennt man das wohl. Der PR-Blogger empfiehlt, “möglichst viele Profile im Netz anzulegen”:

Je früher Sie dran sind, desto besser für Sie, denn sollten Sie Müller, Meyer oder Schmidt heißen, könnte es schon zu spät sein. Wenn Ihre Namensvetter ebenfalls über Web 2.0-Know-how verfügen, haben Sie vielleicht im digitalen Darwinismus schon verloren. Klaus Eck

Ein Google-Profil ist schnell eingerichtet …

GoogleProfil

… und schon können Sie sich auch direkt mit Google-Friend-Connect vernetzen:

… oder darf es auch die myOn-ID-Visitenkarte sein?

MyOnID

… oder ClaimID? …

ClaimID

… oder Yiid? …

YiidProfil

… oder DandyID? …

DandyID

… es gibt noch viele viele mehr.

Ok! … aber ein Profil sollte ausreichen, oder? - Nur welchen Dienst nehmen?

Alle diese Dienste versprechen uns auch eine eigene OpenID, mit der wir uns dann wieder bei hunderten anderer Dienste anmelden können. Unsere persönlichen Daten und unsere Kontakte nehmen wir mit (so ist zumindest die Theorie).

PublicProfiles

Man kann natürlich auch der Netzgemeinde mitteilen, wo man überall dabei ist. Die entsprechenden Widgets lassen sich in das eigene Blog integrieren. Nur m.E. bedeutet hier Masse nicht unbedingt Klasse!

Nebenstehender Abriss zeigt die Darstellung meiner öffentlichen Profile, die ich – mal mehr mal weniger – nutze. Sicher habe ich noch den einen oder anderen Dienst vergessen, bei dem ich mich auch noch angemeldet habe … auf alle Fälle sind es zuviele!

Bin ich der einzige der hier langsam aber sicher die Übersicht verliert? … Ich denke, eine Beschränkung ist angebracht.

Aber welche Dienste brauchen wir wirklich? Ja, ich weiß, diese Frage ist so nicht korrekt gestellt … zunächst muss ich wissen, was ich mit diesen Diensten bezwecke!

Es geht um das Vernetzen – deshalb die wichtigste Frage: wo stecken unsere Freunde, Partner, Kunden, Kollegen, …?

Ja und es geht natürlich auch um die Frage, wie die eine oder andere Anwendung im produktiven Einsatz von Unternehmen bzw. Organisationen genutzt werden kann.

Was die Anzahl der genutzten Dienste angeht, tendiere ich mehr zu dem Ansatz weniger ist mehr.

Aber es gibt auch Hilfe für den, der nichts verpassen will: KnowEm meldet Interessenten gegen eine Gebühr von $64,95 bei 120 populären Social-Media-Sites an; und wer monatlich $9,95 zahlt, wird dann automatisch bei jeder neuen Social-Media-Site angemeldet.

knowem

Bin ich der einzige, der hierzu – etwas ketzerisch – fragt: Was soll das? Wer braucht das? Ich freue mich auf zahlreiche Kommentare :-)

Egal wie oder wo – ich wünsche uns allen ein erfolgreiches Netzwerken.

:-) Rainer Helmes

19 Gedanken zu „Online Identitäten – Wer bin ich?“

  1. Ich pflege nur wenige Profile wirklich detailliert (z.B. Xing). Von allen Profilen aus aber verlinke ich auf mein ultimatives Profil auf meinem Webspace. Denn es kann nur eines geben – und mein Profil gehört mir alleine :-) Deswegen habe ich mein Profil sozusagen auf meinem eigenen Dienst abgelegt: .” target=”_blank”>.” target=”_blank”>http://www.injelea.de/doku.php/frank_hamm. Dort befindet sich der Maximalumfang dessen, was ich der Allgemeinheit preisgeben will. Zentral und unter meiner Kontrolle. Ich entscheide, ob ich und welche Felder, Attribute, Links etc. angebe. Allerdings räume ich gelegentlich auf. Vielleicht steige ich auch irgendwann mal wieder auf ein anderes CMS um. Deswegen zeige ich immer auf eine PURL: .” target=”_blank”>.” target=”_blank”>http://purl.oclc.org/net/frank-hamm. Und dann gibt es noch OpenID. Eine praktische Sache. Aber was passiert, wenn ich mit dem OpenID-Provider nicht mehr zufrieden bin, wenn der pleite geht? Dafür gibt es dann "delegated identity": Ich gebe beim Identifizieren oder Einloggen mit OpenID eine eigene Adresse an. Beispielsweise .” target=”_blank”>.” target=”_blank”>http://frank-hamm.injelea.de/. Dort stehen ein paar Angaben im HTML-Header: <link rel="openid.server" href="http://www.myopenid.com/server&quot; /> <link rel="openid.delegate" href="http://injelea.myopenid.com&quot; /> Durch diese Angaben verweise ich auf den OpenID-Provider, den ich gerade nutze. Wenn ich also irgendwann einmal mit myopenid.com unzufrieden sein sollte, suche ich mir einen neuen und setze die Meta-Tags dorthin um. Ein "menschlicher Besucher wird mittels Meta-Tag auf mein zentrales Profil verwiesen (<meta HTTP-EQUIV="REFRESH"….) So, bei Gelegenheit müsste ich dann mal bei den "dezentralen" Profilen überprüfen, ob ich auch wirklich und gut auf mein zentrales Profil verlinke :-)

  2. Es scheint Schwierigkeiten mit Intense Debate zu geben. Bitte diesen Kommentar als Test verstehen. Ich überlege, Intense Debate wieder herauszunehmen.

  3. Ich auch :-) Ich werde demnächst … wahrscheinlich noch in diesem Jahr :-) … INJELEA relaunchen und vermutlich dann kein ID mehr benutzen.

  4. Bin da hin und her gerissen :-( – Die Art der Darstellung mit ID gefällt mir sehr gut – aber es muss natürlich funktionieren!!!

  5. Genau. Wenn ich bei jedem 20. Kommentar befürchten muss, dass er verschluckt wird…. kann die Darstellung noch so gut sein.

  6. Dieser Fall heute Morgen ist der erste und einzige, der mir bisher bekannt geworden ist – toi,toi,toi… Wenn ich ID deinstalliere, geht die gesamte Kommentarverschachtelung verloren, sehr unschön! Aber da ID und WP seit einiger Zeit Geschwister sind, hoffe ich, dass die Integration noch wesentlich verbessert wird :-) – Du weißt ja, die Hoffnung stirbt zuletzt …

  7. Man muss dem PR-Blogger ja nicht grundsätzlich widersprechen, aber der Aufruf zur Nutzung zahlreicher statt womöglich inhaltlich authentischer digitaler Umgebungen (derzeit social blablas aller Art) ist so sinnvoll, wie der Kauf des gesamten Inhalts eines Supermarkts, wenn man nur ein Glas Senf benötigt. Aber viel tun statt vorher über den Sinn nachzudenken, liegt ja leider im inhaltsarmen plappernden Twitter-Trend… Ich mache da nicht mit und empfehle es auch meinen Kunden nicht!

  8. Die richtige Information zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung zu haben, wird für mich als Person – und auch für Unternehmen bzw. Organisationen – immer aufwendiger; aber auch immer wichtiger! Und egal, ob wir das nun gut finden oder auch nicht, hier entsteht gerade ein neuer – sehr lukrativer – Markt für alle die diesbzgl. eine Recherche bzw. Recherche-Tools anbieten. Unternehmen sollten sich m.E. schon heute mit dieser 'neuen' Form der Kommunikation in Weblogs, Foren, den sog. soz. Netzen, … vertraut machen. Und ich bin völlig bei Ihnen, kein Gießkannenprinzip – erst Nachdenken und dann ausgewählte Dienste zielführend nutzen …

  9. Sorry!!! Das Kommentar-System 'Intense Debate' spielt heute verrückt! Kommentare verschwinden, dann werden sie doppelt angezeigt … keine Ahnung, was noch passiert

  10. Neuer Versuch! Als Reply zu Knut O.E. Pankrath hatte ich vorhin folgendes geschrieben: Die richtige Information zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung zu haben, wird für mich als Person – und auch für Unternehmen bzw. Organisationen – immer aufwendiger; aber auch immer wichtiger! Und egal, ob wir das nun gut finden oder auch nicht, hier entsteht gerade ein neuer – sehr lukrativer – Markt für alle die diesbzgl. eine Recherche bzw. Recherche-Tools anbieten. Unternehmen sollten sich m.E. schon heute mit dieser 'neuen' Form der Kommunikation in Weblogs, Foren, den sog. soz. Netzen, … vertraut machen. Und ich bin völlig bei Ihnen, kein Gießkannenprinzip; – erst Nachdenken und dann ausgewählte Dienste zielführend nutzen …

  11. Es wird zunehmend schwieriger bei der Masse der Angebote / Dienste die jeweils wirklich relevanten herauszufinden, wenn ich über eine Person / ein Unternehmen mehr herausfinden will – deswegen muss ich es als Person / Unternehmen eigentlich auch den Suchenden so einfach wie möglich machen. Mein Vorgehen orientiert sich daran, Kerninformationen zwar etwas nach dem Gießkannenprinzip zu verteilen (da wähle ich aus: Wo bewegen sich die Suchenden) und dann zu den ausführlichen Informationen auf meiner Site zu leiten. Andererseits kann ich auch nicht ignorieren, wenn sich die Stakeholder woanders (Foren, Sociale Netze) bewegen und kommunizieren. Dort muss ich als Unternehmen zumindest auch präsent sein.

  12. Ja, diese 'Masse der Angebote' zwingt mich zunehmend, mehr Mut zur Lücke zu haben. Für mich als Privatperson ist das kein Problem – ich wähle die Dienste bzw. Netzwerke, die mir Spaß und Entspannung bringen :-) Unternehmen müssen einen anderen Anspruch haben! Sie müssen – wie Du richtig schreibst – dort Präsenz zeigen, wo sich ihre Kunden aufhalten. Wie sie diese Kunden dann authentisch ansprechen, … puh, da können wir noch einige weitere Artikel schreiben … :-)

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